Startseite

Berichte und News 2004

Schlag auf Schlag

Hier auf dieser Seite stehen einfach verschiedene Berichte und Bilder, die nicht mehr auf den Newsseiten stehen. Diese sind nicht nach Erscheinung oder anderen Kriterien geordnet. Auch hier gilt: Das Urheberrecht liebt bei den jeweiligen Autoren und Fotografen oder Verlagen.
_________________________________________________________________________

Annett Louisan - Kleine Verführerin

Lolita-Pose: Annett Louisan, 25 Jahre alt, 152 Zentimeter groß

Sie will doch nur spielen: Annett Louisan singt auf ihrem Debütalbum "Bohème" liederliche Lieder über die Liebe.

Kann sein, dass sie in diesem Moment wieder jemand nach ihrem Ausweis fragt. Beim Zigarrettenkaufen zum Beispiel: Bist du denn schon 16, junges Fräulein? Kann sein, dass Annett Louisan, ungeschminkt, blondes langes Haar, 152 Zentimeter groß, Kindergesicht, dann ihr zuckersüßes Lächeln aufsetzt und den Ausweis hervorkramt: Geburtsdatum 2. April 1979. Na, wie 25 sehnse aber nich' aus, junges Fräulein. Wiedersehn. Es ist immer das Gleiche. Man unterschätzt sie.

"Dagegen kann ich nichts tun", sagt Annett Louisan, "klein, blond, süße Stimme - schon machen sich die Leute falsche Vorstellungen über mich. Aber es ist doch viel besser, unterschätzt als überschätzt zu werden, oder?" Sie lächelt. Wer will da widersprechen?

© Matthias Botor
Quelle: stern.de

Annett Louisan

Natürlich legt sie es darauf an. Ihre erste CD "Bohème" ist ein tückisches kleines Album mit sparsam instrumentiertem Pop und Chanson.

"Bohème" wird polarisieren: Annett singt ein bisschen wie die Französin Vanessa Paradis; leise, verspielt, mit einer ganz kleinen Mädchenstimme. "Ich könnte auch anders singen", sagt Annett, "aber Gesangsposing gehört hier nicht hin, weil das die Texte schwächen würde."

In der Tat: Trällerte Annett Louisan bloß Liebes-Platitüden - "Bohème" würde untergehen. Aber sie singt deutsche Texte von der Macht einer jungen Frau über Männer: "Dass du nicht mehr schläfst/weil es dich erregt/wenn ich mich beweg/wie ich mich beweg/dass du fast verbrennst/unter meiner Hand/wenn ich dich berühr/hab ich nicht geahnt/ich steh nur so rum/tu so dies und das/fahr mir durch das Haar/und schon willst du was/ ich will doch nur spielen/ich tu doch nichts!" Erster Gedanke: Lolita-Pop. Zweiter Gedanke: raffiniertes Luder. Dritter Gedanke: Die meint das ironisch.

Natürlich will sie nur spielen - aber nach ihren Regeln. Mit diesem Klein-Mädchen-Charme und einem Augenaufschlag, der alles verspricht, aber offen lässt, was er einlöst. Sie spielt die Lolita mit entwaffnender Direktheit - und es ist erstaunlich, dass diese Idee zwölf Songs lang funktioniert. Plötzlich kleben Annetts liederliche Lieder an einem fest wie Pattex.

Bis "Bohème" war es ein weiter Weg: Annett wuchs in einer Plattenbauwohnung in Brandenburg auf. Mit vier Jahren hörte sie "In The Ghetto" von Elvis Presley. Den wohligen Schauer, den die Musik bei ihr erzeugte, habe sie nie vergessen. Mit 13 zieht sie 1992 mit ihrer Mutter nach Hamburg. Vom Land in die Stadt, vom Osten in den Westen, von der Kindheit in die Pubertät - eine schwierige Zeit. Sie beginnt zu malen, studiert später Design und finanziert sich mit Gesangsjobs für Tonstudios. Dann singt sie auf einem Demoband Joachim Witts "Goldener Reiter" - mit kleiner Mädchenstimme. Der Produzent einer Plattenfirma horcht auf. Gleichzeitig lernt sie Frank Ramond kennen, einen Texter und Musiker, der unter anderem schon für Udo Lindenberg und Vicky Leandros gearbeitet hat.

Ramond kanalisiert Annetts Beobachtungen in Texte, die so treffend sind, weil sie ganz schlicht und klischeefrei daherkommen. Die Wirkung verblüfft: Annett Louisan reizt nicht nur, sie flirtet nicht nur mit dem Zuhörer, sie kann ihn sogar berühren. Wie in "Daddy", einem Song, der von einem Mädchen handelt, das ohne Vater aufgewachsen ist und sich fragt, warum ihm der Vater nie gefehlt hat.

Auch Annett hat ihren Vater nie kennen gelernt. "Ja", sagt sie, "dieser Song ist sehr nah bei mir." Sie blickt einen Moment ins Leere, gibt sich einen Ruck. "Aber diese Sache ist abgeschlossen. Es geht nicht um mich, sondern um meine Beobachtungen. Ich überzeichne meine Ideen, um sie rüberzubringen. Manchmal verführe ich gerne, manchmal will ich in Ruhe gelassen werden." Das hört man.

Tobias Schmitz
Quelle: stern.de
__________________________________________________________________

Nach oben

Mit dieser kleinen, einzigartigen Album-Delikatesse legt die junge Künstlerin Annett Louisan einen Überraschungscoup vor.

Boheme: ein debut mit liederlichen liedern

Die 12 Songjuwelen beinhalten kleine Gemeinheiten, süße Geständnisse, raffinierte Bekenntnisse, zarte Seufzer und die große Liebe. Sie spielt mit den Männern, sie entlarvt den Blender, zeigt ihren Anbetern die kalte Schulter, verspottet sie, und – wenn der Richtige kommt, erliegt sie ihm mit allen Sinnen.

Bohéme ist Albumtitel und gleichzeitig Überschrift für den Lebensentwurf von Annett Louisan. Bohéme bedeutet für die Kunststudentin, sich Zeit lassen zu können für den richtigen Moment und spontan der Inspiration folgen zu können. Sie will nichts und niemandem nachjagen – sie will entspannt beobachten, selbst entscheiden, wann sie was tut. Bohéme ist für sie, frei zu sein. Und wenn dabei der ganze Tag draufgeht.

das Album: bohème

Es ist zunächst einmal die Stimme, die gefangen nimmt. Annett Louisan hat eine ganz zarte, kleine Elfenstimme, so dicht am Ohr, dass man ihren Atem über das Gesicht streifen spürt. So eine Mädchenstimme, die in der Dunkelheit aus dem Kopfkissen nebenan ganz unschuldig fragt, ob man schon schläft und damit unweigerlich heftigen Testosteronalarm auslöst.

Genauso überraschend wie diese Stimme ist die Tatsache, dass hier gar nicht erst der Versuch unternommen wurde, sie mittels Studiotechnik aufzuboosten, herunterzupitchen oder sonstwie zu polieren. Die entspannten Arrangements und die französisch inspirierte Boulevardjazz- Instrumentierung hatten sich dieser Stimme anzupassen und elegant zurückzunehmen. So kann sie leichtfüßig und unangestrengt mit den Inhalten der Songs exakt auf Herz, Bauch und Sinne zielen, wo sie sich augenblicklich festsetzen und so schnell nicht wieder loslassen werden.

Denn die Texte dieser schönen, federleichten Popsongs sind bislang ungehört und unerhört! Natürlich geht es um die Männer, was sonst. Diesmal aber sind sie es, denen mit Charme und Witz auf der Nase herumgetanzt wird – und wetten, dass sie es mit sich machen lassen? Unter uns Pastorentöchtern: das war immer so. Aber erstmals singt hier eine Frau, was ein Mann denkt, wenn er ein Mädchen anbaggert oder andererseits, wenn sie ihn nervt, weil sie nichts begreift oder gar klammert. In einigen Songs stellt Annett die Sachen einfach auf den Kopf und amüsiert sich diebisch, wie sich das ganze Liebes-Rollenspiel andersrum anhört. Aber keine Angst, wir haben es hier nicht mit einer Emanze zu tun, sondern mit einer niedlichen Amazone, die das ganze Liebesrollenspiel durchschaut hat. Und die am Ende doch ihr Herz verliert.

Die Texte wurden mit einer Ausnahme nicht von Annett ausformuliert, aber sind erlebt und authentisch nachfühlbar. Und was sie nicht selbst in ihren jungen Jahren erfahren hat, ist aus Jahrhunderten überliefertes Frauenwissen. Es sind ihre Vorlagen und ihre Geschichten, aus denen die Texte in enger, langer Zusammenarbeit mit Frank Ramond so pointiert und präzise entstanden sind. Von einem Mann also. Die Textur dieser Songs ist lässig und heutig und doch köstlich und unbeschwert zu genießen. Und manchmal sind sie auch etwas bittersüß, wenn sie z.B. ein Lied für ihren ihr unbekannten Vater singt.

Meinung der Redaktion:
Sehr schöne melodische Songs mit Texten, deren Aussagen wohl schon viele erlebt haben. Die Stimme der 25-jährige Sängerin wirkt sanft, klar und erfrischend. Wer also auf deutschsprachige, melodiöse Lieder steht, kann bei dem Album bedenkenlos zuschlagen.

Quelle: just4fun-magazin.de
__________________________________________________________________

Nach oben

12 Diamanten verpackt in Songs

Wieso gibt es eigentlich Autorinnen, die Frauenromane schreiben, aber keine Sängerinnen, die Frauensongs darbieten? Gibt es doch, wie Annett Louisan mit ihrem Debüt „Bohème“ eindrucksvoll unter Beweis stellt.

12 Perlen finden sich auf „Bohème“, einem für den deutschen Raum doch sehr ungewöhnlichen Album. Denn darauf besingt Annett Louisan (25) im fast französischen Chanson-Stil die Liebe und die Männer. Ihre Songs vereinen Gemeinheiten, Geständnisse, Beichten, Seufzer und die große, echte Liebe. Sie spielt mit den Männern, sie stellt den Heuchler bloß, zeigt ihren Verehrern die kalte Schulter, verspottet sie, und – wenn der Richtige kommt – gibt sie sich ihm voll und ganz hin.

Natürlich wird Annett Louisan in eine Schublade gesteckt werden, denn so etwas gab es in Deutschland lange nicht. Schlagzeilen wie „Die deutsche Norah Jones“ mit ihrem Foto werden die Titelseiten füllen. Dabei ist das nicht einmal die halbe Wahrheit: Die junge Kunststudentin singt viel zynischere Texte, die gar nichts mit denen einer Norah Jones gemeinsam haben. Lediglich die Melodien lassen einen Gedanken an die Amerikanerin zu. Dabei hat Annett Louisan die Texte, die vielen Herren mit Sicherheit nicht gefallen werden, gar nicht selbst geschrieben. Ein Mann ist der Schuldige: Frank Ramond.

In Zeiten von Playback und unendlichem Studio-Gefummel, wo jede Stimme massentauglich künstlich verändert werden kann, ist es eine Wohltat, daß auf „Bohème“ nicht getrickst wurde. Die kleinen Fehler in der Stimme zu Annett Louisan gehören nun mal zu ihr. Und das ist auch eine Botschaft von ihr: „Hey, ich bin eine Frau mit Fehlern. Na und?“

Bild.T-Online meint: Annett Louisan, diesen Namen muß man sich merken. Und wenn der Name Norah Jones als Vergleich hinzugezogen wird, dann hoffentlich deswegen, weil die vermeintliche deutsche Antwort ähnlichen Erfolg haben wird. Es wäre verdient, denn Bohème ist eine Schatzkammer, in der sich 12 Diamanten befinden.

Von SACHAR KRIWOJ
Quelle: bild.de 16.12.2004
__________________________________________________________________

Nach oben

Sie ist der Überflieger. Räumt innerhalb kürzester Zeit alles ab. Schießt von unten nach ganz oben. Annett Louisan, die bittersüße Leichtigkeit. Naiv, schüchtern und zugleich geistig überlegen und taff. Chanson, Pop, Jazz, Barmusik. Texte mit doppeltem Boden. Inhalte, die man einer jungen Frau mit dieser zuckersüßen Stimme nicht zutraut. Sie kokettiert, bringt das Thema auf den Punkt und bleibt dabei doch so wunderbar leichtherzig.

Nun reist sie durch Deutschland, um auch live zu beweisen, dass sie so schnell nicht wieder verschwinden wird. In Theater und bestuhlten Hallen wird sie singen. Genau die richtigen Orte für ihre Lieder. Auf viele wunderschöne Abende!

Felix Kosel
Quelle: bloom.de
_________________________________________________________________________

Nach oben

Annett Louisan verzaubert mit deutschen Chansons

Die 25-jährige Hamburgerin Annett Louisan präsentiert erfolgreich deutschsprachige Chansons.
Hamburg (dpa) Kann man mit deutschsprachigen Chansons die Charts erobern, die Feuilletons verzaubern und die großen Radiosender überzeugen? Annett Louisan kann. Die 25-jährige Hamburgerin straft derzeit alle Experten Lügen, die Erfolg mit englischsprachigem Mainstream-Pop gleichsetzen.

Auf ihrem Debütalbum «Bohème» singt sie mit Kleinmädchenstimme und spärlichem Instrumenteneinsatz von den großen Dingen: Liebe, Leid und Leben. Dabei verwirrt sie nicht wenige Hörer wie Kritiker - denn der kokette Gesang einer Kindfrau transportiert häufig entgegengesetzte Texte. «Daß du dich verliebst, weil du's mit mir tust/daß es dich so trifft, hab ich nicht gewußt/................./ich will doch nur spielen», heißt es in ihrer Single «Das Spiel», die überall im Radio läuft. Bewusstes Spiel mit dem Bruch zwischen Lolita-Erotik und Emanzentum?

«Nein, das Spiel mit dem Mädchenhaften ist nicht gewollt. Ich singe halt so und sehe nun mal so aus - warum soll ich mich verstellen?», fragt die 1,52 Meter große Sängerin mit den langen blonden Haaren, die jünger wirkt als 25. Als «Amazone», die «feministische Breitseiten» schießt - wie es in einer der vielen Positivkritiken heißt - entpuppt sie sich aber beileibe nicht. «Meine Songs sind vielleicht einfach nur ehrlich - und die Wahrheit tut manchmal weh.»

Die Provokation habe sie nicht gewollt. «Man ist in Deutschland anscheinend noch nicht so weit, wie ich gedacht habe. Man sieht zwar ständig "Sex and the City"», rege sich aber auf, wenn ein Mädchen davon singt, sich nicht verlieben, sondern nur Spaß haben zu wollen. «Was für ein Frauenbild ist das denn?»

Dabei erzählten ihre Songs nur kleine Geschichten des Lebens - und das in vielfältiger Weise. Mal mimt sie die Starke, mal singt sie von hoffnungsloser Liebe, mal ist sie Powerfrau, mal Faulpelz. «Ab und zu brauche ich eine starke Schulter zum Anlehnen, mal bin ich sie. So ist doch das Leben eigentlich. Das hat nichts damit zu tun, wer der Stärkere ist.»

Die Lieder, mit denen sie das transportiert, hat ihr Texter und Produzent Frank Ramond auf den Leib geschrieben - und ihr damit einen unerwarteten Erfolg beschert. Das Album und die Single stehen seit vergangener Woche in den Top Ten, die Feuilletons und Talkshows reißen sich um die 25-Jährige, im Frühjahr ist eine Tour durch Deutschland geplant.

Louisan wollte «schon immer Musikerin werden». Deswegen hat sie neben dem Designstudium auch als Studiosängerin gejobbt, viel experimentiert, Elektronikmusik und HipHop ausprobiert. Ihre eigene Musik pendelt zwischen Chanson und Pop, mit leichten Jazz- und Bossa-Nova-Klängen. «Das ist bewusst ausgewählt, da spielt viel rein. Auch Blues und Walzer.»

Einen Monat nach Veröffentlichung ihrer Single ist sie damit im Mainstream angekommen: Die Teenie-Sendung «Top of the Pops» hat sie eingeladen, die Musiksender MTV und Viva wollen ein Video - «obwohl das gar nicht geplant war». Da half sicher auch der aktuelle Erfolg junger deutscher Bands wie Silbermond und Juli, die mit ehrlicher Musik Augen und Ohren geöffnet haben für Pop der neuen deutschen Befindlichkeit. «Auch wenn wir musikalisch nicht viel miteinander zu tun haben», wie Annett Louisan betont, sei das doch ein schöner Erfolg für den deutschen Musiknachwuchs.

Wer deutsche Texte, gesungen mit Mädchenstimme und leiser Ironie nicht mag, den wird die in Sachsen-Anhalt geborene Annett Louisan kaum erreichen - für alle anderen könnte «Bohème» eine Entdeckung sein, wenn vielleicht auch erst beim zweiten Hinhören.

Quelle: rhein-main.net
__________________________________________________________________

Nach oben

Blonde Versuchung

Klein, zart und sexy: Newcomerin Annett Louisan überrascht mit dem gefühlvollsten Debüt des Jahres. Eine Stimme mit Gänsehautgarantie - und das ganz ohne Casting.

Annett Louisan Annett Louisan Annett Louisan

Es gibt sie noch, die kleinen Perlen im Haifischbecken der erfolgshungrigen Musikindustrie. Manchmal tauchen sie aus dem Nichts auf. So wie Annett Louisan. 152 Zentimeter geballte Sangeskraft. Ein kleines, blondes, zartes Mädchen, dass gar kein Mädchen mehr ist. Annett ist 1979 in der Altmark geboren und hat ihre Kindheit im Plattenbau verbracht, was den "Playboy" bewog, sie als "laszive Ostkurve" zu betiteln. In der Tat sieht sie aus, wie eine Mischung aus Drew Barrymore und der jungen Goldie Hawn. Umwerfender Augenaufschlag, riesige blaue Augen ... und dann diese Stimme. Wie findet eine junge Frau wie sie im Casting-Zeitalter ohne Popstars und Starsearch auf die Bühne?

Annett erinnert sich an eine fröhliche Jugend im Osten. Nach der Wende zog sie mit ihrer Mutter nach Hamburg. In der neuen Umgebung beschäftigt sie sich intensiv mit Malerei und anschließend auch mit Musik. Sie finanziert ihr Studium mit Gelegenheitsjobs als Studiosängerin und singt "alles zwischen Klassik und Trance". Dann lernt sie Musiker kennen, die ihr beim ersten Demoband helfen, das bei einer Plattenfirma landet, die Annetts Potenzial erkennt. Gott sei Dank, denn ihr Debüt-Album "Bohème" ist wirklich eine Perle. Genau wie Annett selbst. Ihr Textpartner Frank Ramond hat das Album produziert. Eine Sammlung von Geschichten und Erfahrungen, die zu erstklassigen Liedern mit einzigartigen Melodien wurden. Die erste Single "Das Spiel" läuft im Radio rauf und runter, und beschert Annett hoffentlich bald den ganz großen Erfolg, den sie zweifellos verdient.

CD-Kritik - Bohème
Bohème
Pop
VÖ: 25.10.2004
(105 Music)

Chansons auf Deutsch? Ja, das geht. Zumindest, wenn eine Stimme wie Annett Louisan im Spiel ist. Zwei Gitarren und eine Geige, mehr ist nicht nötig, um das zarte Organ zu untermalen. Dadurch kann sich der Hörer auf das Wesentliche konzentrieren: Annetts Stimme und die ironischen, entspannten und teils bitterbösen Texte. Die Arrangements mit Anleihen bei französischem Boulevard-Jazz sind federleicht. Selten harmonieren Stimme und Instrumentierung so gut wie auf "Bohème". Augenzwinkernd singt Annett von Schnöseln, Blendern und Schönlingen. Entwaffnend ehrlich sind die Texte, aber wirklich böse sein kann man ihr nicht. "Ich steh nur so rum, tu so dies und das, fahr mir durch das Haar, und schon willst du was. Lass mal lieber sein, hab zu viel Respekt vor deinen Gefühlen. Ich will doch nur spielen, ich tu doch nichts", singt Annett in "Das Spiel". Da war es wieder, das kleine blonde Mädchen. Von Annett Louisan werden wir noch viel hören - und das ist gut so.

Quelle: max.msn.de
_________________________________________________________________________

Nach oben

Deutschland singt das freche Lied von Annett aus der Altmark: Ich will doch nur spielen
BILD fand das Mädchen, mit dem der Popstar so gern in der Schule spielte.

Sie ist nur 1.52 Meter klein,aber Sachsen-Anhalts größter Popstar-Annett Louisan...
Ihren Superhit "Das Spiel" singt dieser Tage ganz Deutschland.
Ihr Debüt-Album "Boheme" kletterte in die Charts binnen fünf Wochen von Platz 18 auf 8.
Was aber kaum jemand weiß: Annett kommt aus dem Altmark-Dorf Schönhausen 2300 Einwohner. Hier ist sie aufgewachsen,bis sie 1992 mit ihrer Mutter nach hamburg zog.
"Viele meiner Freundinnen von damals sind inzwischen weggezogen",sagt die blonde Sängerin,die eigentlich Annett Päge heißt, in einem Interview. Doch eine ist noch da. Cathrine Tanne-Rohloff, heute Bürgermeisterin des Ortes. "Wir sangen zusammen im Chor und haben uns oft gegenseitig zum Geburtstag eingeladen",erinnert sich Catherine. "Annett wollte schon damals Künstlerin werden. "Ich freue mich riesig,daß sie es geschafft hat." Nur eins wundert die Schulfreundin:
"Auf Annetts Internetseite steht, daß sie 25 ist. Komisch,ich bin 27-und damals waren wir gleichaltrig." Ein charmante kleine Lüge,die Annett in ihrem alten Heimatdorf keiner übel nimmt.
Ihre ehemalige Kunstlehrerin Ingrid Rehfeld (66): "Ich hatte sie bis zur 9.Klasse und bin heute sehr,sehr stolz auf sie."
Der größte Wunsch ihrer früheren Freundin:"Vielleicht singt Annett ja bei unserem Dorf Open-Air im nächsten Sommer." Dann können die beiden auch gleich auf ihren 28. anstoßen.....

Von Andreas Radeck Stendal
Quelle: Bild Magdeburg
__________________________________________________________________

Nach oben

Wundersames Verwunderwesen
Die Hamburgerin Annett Louisan verführt als Sängerin zum genauen Hinhören

"Das ist herrlich", rief Annett Louisan und suchte ihre Nervosität in den Griff zu bekommen, "ich sehe die Lichter des Hafens und den Mond." Ein Vorteil, den sie und ihre zwei Gitarristen allein genossen in der Bar Au Quai, allerdings ihr einziger Vorteil. Das geladene Publikum stand mit dem Rücken zur Fernwehsicht, hatte dafür aber den Blick auf Annett Louisan und ihre wunderbaren Lieder. Niemand drehte sich um nach dem Erdtrabanten. Drinnen knisterte die Luft. Annett sang mit sanfter Stimme von schönen Jungs, die besser nicht den Mund aufmachen sollten und von Tagen, an denen man sich einfach auf das Nichtstun konzentrieren sollte. Sie singt auf deutsch, die kleine Hamburgerin, läßt sich dabei von zartem Blues und von Chanson-Melodien einrahmen, die aus der Vergangenheit heranzuwehen scheinen. Ihre Verse indes hüpfen so frech-frivol übers Pflaster, als sei eine junge Frau allein aufgebrochen, der deutschen Liedkost endlich mit Sexappeal zur rechten Würze zu verhelfen.

Die Resonanz auf Louisans tolldreiste Lieder ist umwerfend. Nicht etwa nur im Kreise der sowieso Interessierten in der Hafenbar am Dienstag und in den Redaktionen der Gazetten, sondern auch an unvermutetem Orte. Ausgerechnet der Rundfunk - in diesem Fall sogar der NDR - nahmen sich des Album-Debüts "Bohème" der 23jährigen wohlgemut an und spielen ihre Single "Das Spiel" bereits, einmal allen Bemühungen um rigide Formatierungen zum Trotz. Sagen wir es mal ganz deutlich: Diese süße Amazone in Highheels auf dem Barhocker guckt einmal verrucht in den Zigarettenrauch und singt dann zwei Verlockungen in die Jazzakkorde ihrer Gitarristen, und schon überlegt mindestens die männliche Besatzung des Saales, wie sich Mademoiselle nachher wohl zum Drink überreden ließe. Wer Lieder singt, die es so noch nie gegeben hat, bleibt halt auch in Zeiten saturierter Kennerschaft und Überfütterung an den Trögen der Massenkultur ein Faszinosum. Von Annett Louisan, da herrschte Einigkeit, wird und will man noch viel hören. So trugen am Ende des schönen Abends die Frauen ein leicht überlegenes, die Männer ein solides Genießerlächeln im Gesicht. Der schöne Mond versank unbeachtet in den Elbfluten.

von Stefan Krulle
Quelle: welt.de vom 21. Oktober 2004
__________________________________________________________________

Nach oben

Annett bei Radio Energy

Erfolg weitab vom Popstar-Image
Newcomerin mit Pfiff

Annett Louisan bei Wagga-Wagga

Ein ganz besonderes Früchtchen war zu Gast in der Fredi/Philipp-MorningShow: Annett Louisan. Sie ist eine heiße Newcomerin in der deutschen Popmusik.
Ihre Texte sind mitten aus dem Leben gegriffen. Schnell bemerkt man, worauf diese Frau es abgesehen hat: Sie will ihren Spaß haben. Und zwar in jeder "Beziehung". Ihre neue Single "Das Spiel" verrät, daß sie gerne mal mit den Männern spielt und sich über deren Gefühle lustig macht. Ein absoluter Skandal, möchte man denken. Aber die Songs werden dadurch erst richtig lustig.

Mit ihren 25 Jahren hat sie bereits ein bewegtes Leben hinter sich. Geboren wurde Annett in der Altmark in Sachsen-Anhalt, wo sie als lutes und wildes Mädchen in einem Plattenbau gelebt hat. Nach der Wende ist sie dann in die Nähe von Hamburg gezogen. Kein Wunder, wir haben ja auch die schönste Stadt der Welt.
An der Kunsthochschule hat sie sich dann mit Akt-Malerei beschäftigt. Kommt hier vielleicht ihre besondere Beziehung zu den Männern her ?!
Von der Malerei ist sie dann in die Musik abgedriftet und hat zunächst als Studiosängerin gearbeitet. Nun ist ihr erstes Solo-Album "Boheme" fertig. Ihre niedliche, natürliche Stimme braucht übrigens keine technischen Effekte, um authentisch zu klingen.

Das hat sie dann auch gleich unter Live-Bedingungen ganz eindrucksvoll bewiesen. Bei Fredi/Philipp hat sie ihren neuen Song "Das Spiel" ganz gefühlvoll ins Mikro gehaucht. Begleitet wurde sie von ihrem Gitarristen, den sie samt Akustik-Gitarre extra selber mitgebracht hatte.
Sie hat natürlich auch ein paar private Fragen beantwortet. Anscheinend ist ihre Einstellung zu den Männern doch nicht ganz so krass, wie es auf den ersten Blick wirkt. Zumindestens hat sie gesagt, daß sie fest an die große Liebe glaubt.
weitere Bilder: energy

Quelle: energy.de

Annett Louisan Annett Louisan

Fotos: energy.de
_________________________________________________________________________

Nach oben

Die Sängerin

"Das Leben kommt einem manchmal dazwischen", sagt Annett Louisan auf die Frage, wann sie das letzte Mal in einer Vorlesung war. Eigentlich ist die 25-Jährige im 8. Semester für Gestaltung an der HAW eingeschrieben. "Ich war aber schon ein Jahr nicht mehr an der Uni", sagt sie. Schuld daran ist ihr erstes Album. Es heißt "Bohème" (105 Music) und ist von Null auf Platz 18 in die Album-Charts eingestiegen - vor den neuen Platten von Leonhard Cohen und Mark Knopfler. Schon zuvor hatte sie sich mit Jobs als Backgroundsängerin (Trance und Weihnachtslieder) finanziert. Sie knüpfte wichtige Kontakte und traf auf Musiker, die ihr Talent erkannten. Auf "Bohème" singt die Wahl-Hamburgerin zu frankophilem Pop mit glockenreiner Kleinmädchenstimme Texte wie "Ich brauche sehr viel Nähe/und die möglichst komplett/mit dir kann man gut reden/aber er ist gut im Bett". Auf ihrer ersten Single "Das Spiel" lästert sie über allzu anhängliche Kerle, provoziert mit Diva-Allüren und zeigt sich im nächsten Moment wieder ganz liebesbedürftig.

Auf den Leib geschrieben hat ihr die wohl gewählten Worte Produzent und Texter Frank Ramond. Annett kommt daher wie ein weiblicher Macho. Nur, dass sie aussieht wie ein Männertraum: Lange blonde Haare, große Kulleraugen, ein süßes Lächeln. Auf ihren offiziellen Pressefotos posiert sie mal traumverloren mit einer Rose in der Hand, mal lasziv mit Zigarettenspitze und nahezu immer tief dekolletiert. Die männliche Journaille japste erwartungsgemäß nach Luft. Von Spiegel, Stern, Bunte, Bild über NDR schwärmten die Herren von der "wahren Catwoman", der "süßen Blondine", der "kleinen Verführerin". Annett lacht: "Den Begriff ,Lolita' gibt man sich ja nicht selbst, den geben einem andere Leute. Durch mein jugendliches Aussehen kommt man eben auf den Gedanken, aber das stört mich nicht weiter." Sie will als Musikerin Ernst genommen werden, "besonders, wenn ich live spiele". Die 152 Zentimeter kleine Sängerin geht selbst auch gern auf Konzerte - meistens. "Wenn es so ein Gedränge gibt, finde ich mich oft auf Achselhöhe bei den anderen wieder. Deshalb mag ich kleinere, lauschige Konzerte lieber, wo man auch mal sitzen kann."

Anfang 2005 ist für ausreichend Platz gesorgt, wenn Annett selbst auf der Bühne steht. Dann verlässt sie Hamburg für ihre erste große Deutschlandtour. Auch wenn sie vorhat, ihr Studium abzuschließen - die Uni wird wohl noch eine Weile ohne sie auskommen müssen.

Ihr Weg: Sich selbst treu bleiben!
Ihr Verdienst: Schwankend. Einnahmen richten sich nach dem Erfolg.
Ihr Tipp: "Als Künstler sollte man seine Individualität bewahren, dann wird der Erfolg auch kommen."

Text: Simone Deckner
Quelle: uniscene.de
_________________________________________________________________________

Nach oben

Hamburg (ots) -

Es geht Schlag auf Schlag für die erfolgreiche Newcomerin Annett Louisan. Ihr Debut-Album "Bohéme", das erst am 25. Oktober veröffentlicht wurde, wurde gestern mit "Gold" ausgezeichnet. Das Album rangiert per heute auf Platz 7 der Charts, die Single "Das Spiel" auf Platz 5. Damit hat das Mädchen mit der Elfenstimme jetzt schon viele der Superstars im Vorweihnachtsgeschäft auf die Plätze verwiesen. Sogar alte "Branchenhasen" können sich nicht an einen so blitzartigen Durchbruch für eine Debutkünstlerin erinnern, ohne dass dem Erfolg ein aufwendiger Marketingplan zugrunde lag.

Textauszug: Pressemappe
Quelle: kuestercom.de
__________________________________________________________________

Nach oben

Annett Louisan Annett Louisan

Fotos: praktikantenstadl.info
_________________________________________________________________________

Nach oben

Lolitas

Lolitas braucht das Land

Ganz ohne Radioquote: Die Stimme von Annett Louisan verzückt deutsche Rundfunkhörer und Plattenkäufer

Als meine Schwester Franziska das erste Mal Annett Louisan im Radio hörte, wollte sie sich übergeben. Dabei ist es nur ein Lied. Das Lied heißt "Das Spiel" und beginnt ganz seifenblasenharmlos. Mit Gitarren, Streichern und Klimbim. Aber dann legt die Elfe los und spaltet Herzen. "Das du nicht mehr bist / Was du einmal warst / Seit du dich für mich ausgezogen hast", haucht Annett Louisan sich warm. Mit einem Stimmchen so zart, so unverschämt und unschuldig, daß einem aus verschiedenen Gründen ganz flau im Bauch wird.

"Du willst mich für dich und du willst mich ganz / Doch auf dem Niveau macht's mir keinen Spaß / Das füllt mich nicht aus / Ich fühl mich zu Haus / Nur zwischen den Stühlen." Das Lied klingt wie eine verruchte Version von Luci van Orgs Neunziger-Jahre-Hit "Mädchen". Nur nach weniger Krampf und mehr Sex. "Ich will doch nur spielen. Ich tu doch nichts", trällert Annett Louisan. "Spielen" lispelte sie, als ob sie es durch eine Blockflöte pfeifen würde.

Meine Schwester rief mich in einer Oktobernacht an: "Diese Frau ist so unglaublich! Eine erwachsene Lolita für gesetzlich gesicherte Perverse. Aber die Männer werden es schlucken." Franziska war laut, wütend und kokett. Ihre Stimme lachte. Ich wußte sofort, daß es sie erwischt hatte. Meine kleine 17-jährige Schwester war verknallt. In ein versungenes Lebensgefühl. Irgendwo zwischen Sekt und Brausepulver. Sie blieb nicht lange allein.

Drei Wochen später. Berlin, Hotel Esplanade: Kaffeegedeck und Korbstühle an einem grauen Novembertag. Deutsche Sonntagspießigkeit. Annett Louisan trippelt durchs Foyer, von Kopf bis Fuß in lila, die Haare wasserstoffblond. Sie ist anderthalb Meter klein, sie strahlt, sie ist 25 Jahre alt und seit ein paar Wochen eine Berühmtheit. Ohne Casting, ohne Bohlen, ohne Bandkellerclubtour. Nur sie, "Das Spiel" und elf weitere Lieder, die so französisch klingen, wie es Frankreich niemals war. Die Radiosender konnten soviel Ah und Oh nicht widerstehen.

"Bohème" heißt die Platte. Wenn schon, dann auch richtig und mit viel Gefühl. Auf dem Cover beweist Annett, daß sie sehnsüchtig von unten nach oben gucken kann und dazu wahlweise Spitze oder aufgeschlagene Bücher spazierenführt. So klingt sie auch. Wie eine Vertonung eines Irmgard-Keun-Romans. Etwas süß, etwas naiv, sehr charmant, sehr leicht. Wäre Annett Louisan ein Nachtisch, sie wäre ein Karamel-Souffle.

Die Texte sind wie die Liebe: Mal tun sie weh, mal sind sie zum Lachen, und mal sind sie beides, und dann wird es richtig gut. Die Pressehengste sabberten artig beim Rezensieren zu Füßen des Feenmädchens. Der "Stern" scharrte, "Der Spiegel" fand alles ganz reizend, und bislang vernünftige Männer faselten vom "verdorbenen Engel" und "ganz bösen Mädchen". Deutschland hat wieder ein Lieblingsluder. Das Gute daran: Annett ist viel zu klug, um es zu bleiben.

Wer ist dieses Mädchen, das so wirkt, als sei sie direkt aus den zwanziger Jahren ins kühle Jetzt gefallen? Ist sie von gestern oder gar die Frau von morgen? Liebt sie es immer leise, warum haben Männer trotzdem Angst vor ihr, und überhaupt: Ist das ihr Ernst? Sie trinkt heiße Zitrone für die Stimme, raucht wegen der Unvernunft und erzählt von dem Irrsinn der letzten Wochen, als sei sie nur mal kurz Zigaretten holen gewesen.

Ihre Geschichte erinnert wie alle guten Biographien an ein Märchen. Annett wächst in einem Plattenbau in der Altmark auf. Ihre Mama ist Krankenschwester, ihr Vater nicht da. Gegen das Grau singt sie Lieder. Elvis, Madonna, Prince, für die geliebte Oma auch Nicole. Mit 13 ziehen Mutter und Tochter nach Hamburg. Sie probiert sich aus, macht HipHop, beginnt zu malen. Sie lernt richtige und wichtige Leute kennen. Wird Studiosängerin für alles und jeden, Weihnachtslieder oder andere Zumutungen, am Mikro stehen und leben, das zählt. Und weil die Kunst so viele Farben hat, studiert sie eben Malerei. Führt ein Leben mit viel Zeit zum Ausschlafen und Ausprobieren, zum Männer Lieben und daraus Geschichten zaubern.

Seitdem die Platte draußen ist, wird viel in Annett Louisan hineingedeutet. "Ich bin eigentlich ein romantisches Mädchen. Aber die Patzer und Peinlichkeiten gehören eben dazu wie die großen Posen", sagt Annett. Sie redet ganz schnell und manchmal guckt sie mittendrin überrascht auf, als würde sie ihren eigenen Worten hinterher sehen. Ihnen nicht ganz trauen. Und noch ein Fragezeichen nachwerfen. "Das Augenzwinkern übersehen viele einfach. Ich bin doch nicht bescheuert und rufe: Los, geht spielen, Mädels. Wenn jemand die Platte feministisch und gewagt findet, denke ich immer: Himmel! Die armen Feministinnen. War etwa alles umsonst?"

Eine Stunde später beim Soundcheck fürs Radiokonzert in der Bar Trompete. Der Abend wird von Annett eingesungen. Und das kann sie fabelhaft. Mit viel mehr Kraft, Farbe und Kurven in der Stimme, als sie bei den Bohème-Chansons zeigt. Da haucht und seufzt sie wohlig, sitzt auf dem Barhocker, zwei Gitarristen und ein betörtes Publikum um sich. Annett Louisan wirft die Haare in den Nacken. Beschwört Planeten, Tränen im Meer und Katzen. Jungs schwitzen und haben heiße Wangen. Männer und Frauen sind aus ähnlichen Gründen glücklich. Eine Hand streichelt die andere. Die Liebe macht große Augen. Es mag Wichtigeres als ein Spiel mit Glanz geben. Es gibt nur wenig Schöneres.

Annett Louisan: Bohème (Sony)
von Johanna Merhof
Artikel erschienen am Mi, 24. November 2004
Quelle: welt.de
_________________________________________________________________________

Alle Fotos und Texte sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht ohne schriftliche Genehmigung verwendet bzw. nicht ohne entsprechende Verlinkung genutzt werden.

Nach oben

©2004 - 2010 Offizieller Annett Louisan Fanclub