Berichte und News 2005
Hier auf dieser Seite stehen einfach verschiedene Berichte und Bilder, die nicht mehr auf den Newsseiten stehen. Diese sind nicht nach Erscheinung oder anderen Kriterien geordnet. Auch hier gilt: Das Urheberrecht liebt bei den jeweiligen Autoren und Fotografen oder Verlagen.
_________________________________________________________________________
Das Event des Jahres für die Fans von Annett Louisan
Dienstag 29.11.2005 Hamburg, wieder mal Regen und kalt dazu. Doch hält das einen richtigen Fan ab seinen Star sehen zu wollen?
NEIN!
Anreise von teilweise bis zu 7 Stunden, hält das einen richtigen Fan ab seinen Star sehen zu wollen?
NEIN!
Und was erwartet so ein richtiger Fan, an so einem Abend, nach so einer Anreise? Ein unvergessliches Erlebnis, eine Annett die über sich hinauswächst. Und jeder der sich auf den Weg in den Stage Club in der Neuen Flora, Hamburger Stresemannstrasse 163 gemacht hat an diesem Tag, wurde nicht enttäuscht. 100 eingeladene Gäste durften das Event, wozu der NDR und das Label 105music geladen hatten, verfolgen, miterleben, mitgestalten.
Und Annett war so überzeugend, so genial, so unbeschreiblich. Man hat nicht mal gemerkt, wie die Zeit vergeht. Und die schritt voran, unaufhaltsam, jedoch wollte so ziemlich niemand, dass dieser Abend, trotz dreieinhalb Stunden immenser Hitze die fast der Wüste der Sahara glich, so schnell zu Ende geht.
Was war eigentlich so anders an diesem Abend?
Annett hat sich nach vielen Rufen entschlossen, eine DVD aufzunehmen, nachdem beide Alben und bis jetzt Maxi CDs auf dem Markt waren, nach unzähligen Nominierungen und Auszeichnungen in nur einem Jahr, nach der Veröffentlichung von ihrem ersten Song und großem Erfolg "Das Spiel".
Ein Jahr vergangen und die Fans bekommen nicht genug - täglich werden es mehr, die ihrer Musik lauschen. Musik, die in Zusammenarbeit mit Frank Ramond und ihrer Band eine geniale Mischung ausmachen, die mit einer Elfenstimme einen um die Ohren gehaucht wird, dass man die Zeit vergisst und Einiges um sich herum einfach für Minuten vergessen kann. Man lauscht, swingt, jazzt und summt mit, hat sein eigenes Kino zu jeder Zeile ihrer Songs im Kopf. Man lacht, weint, freut und ärgert sich, nicht über die Songs, sondern über das was man selber damit verbindet.
Die DVD Aufzeichnung stand also an diesem Abend auf dem Programm.
Die vom offiziellen Fanclub, dem NDR, dem Forum und über die Homepage von Annett geladenen Gäste standen in der 1. Etage voller Erwartungen, völlig aufgeregt und unruhig wie es sein wird. Kaum einer hat so etwas in dieser Form schon einmal miterlebt und mitgestalten dürfen. Es soll eine DVD von Annett, mit ihren Fans, für ihre Fans und für Annett werden.
Es wurde der Abend des Schwitzens, der Enge und Nähe. Nähe zu anderen Gleichgesinnten, Enge aufgrund der Technik, der Location, des großen und großartigen Teams um Annett und den NDR. Schwitzen, weil nicht nur so viele Menschen auf wenigen m⊃2;, sondern auch die vielen Scheinwerfer einiges an Hitze abgaben, im Laufe von 3 Stunden und den Stunden vor der Aufzeichnung während der Proben für Licht, Ton und Technik.
Es war heiß, es war so heiß, dass eigentlich jeder, sich nur noch ausziehen wollte und sich fragte, warum niemand gesagt hat, er soll in Badebekleidung kommen.
![]() |
![]() |
![]() |
Der "Abend" begann und Annett hat in zwei Teilen jeweils 10 Songs gemischt aus beiden Alben zum Besten gegeben.
Zwischendurch gab es eine Pause von ca. 45 Minuten, die bitter nötig für alle im Stage Club war. Nach einer kurzen, aber herzlichen und schwitzenden Begrüßung von Annett bei uns beiden, "schoss" sie in die Garderobe um sich frisch zu machen. Das Label hat während dessen vor der Tür die Gläser rumgereicht, als Dank und zum Abkühlen. Die Gläser wurden dankend angenommen, um frische Luft in den Raum zu lassen.
Der zweite Teil begann, wieder standen 10 Songs, gemischt aus beiden Alben, auf dem Programm, nur einen Unterschied zum ersten "Durchgang" hatte das Ganze jetzt. Nicht nur die Fans, sondern auch Annett und allen Bandmitgliedern, voran Hardy Kayser, fingen mehr und mehr an zu schwitzen und so musste gewischt und gepudert werden, damit nicht die Gesichter "glänzten", sondern Annett mit ihrer Band.
Und ich glaube sagen zu können, auch Annett und die Band, waren vom Publikum begeistert. Es war ein Zusammenspiel, als hätte man das vorher tagelang geprobt. Hätte, es war nicht geprobt, aber dennoch ein mehr als gelungener Abend.
Wofür sich Annett dann auch auf Ihrer Homepage mit folgenden Worten bedankte:
"Vielen Dank allen die am Dienstag, trotz langer Anfahrtswege bei tropischen Temperaturen, im Stage-Club dabei waren – ihr wart ein tolles Publikum!! Dank Eurer Unterstützung hat es wahnsinnig Spaß gemacht!
Eure Annett"
Alle Beteiligten wirkten hinterher so erleichtert.
Nach dem alles im "Kasten" war, wurde es noch gemütlicher, noch privater. Annett stellte sich nach einer kurzen Ruhephase, in der Garderobe, ihren wartenden Fans. Als erstes widmete Sie sich einem Fanclubmitglied aus Bremen - ehe sich alle anderen auf sie stürzen durften.
Es ist nicht alles in Worte zu fassen, was man erlebt und mit nach Hause genommen hat. Es wird für viele, wenn nicht gar für alle, ein unbeschreibliches Erlebnis bleiben, was auch auf Bildern so nicht festgehalten werden konnte.
Nun warten alle mehr als gespannt, auf die in den Handel kommende DVD.
Am 14.01.2006 wird es nach Aussage vor Ort, im NDR, 8 Songs zu sehen und hören geben. Am 18. Januar 2006 gibt es beim NDR ein Radiokonzert von diesem Abend zu hören und Ende Januar wird es dann endlich für alle die DVD im Handel geben. Also rechtzeitig vor dem Tourauftakt am 01.02.2006.
Nachdem auch wir dann nach der Abreise, am Dienstag gegen 11 Uhr, am Mittwoch morgen gegen 5 Uhr wieder zu Hause waren, freuen wir uns auf das fertige Band und auch auf das nächste Konzert in Berlin, im März 2006, wo in der Zwischenzeit schon ein weiterer Termin hinzu gekommen ist, weil die ersten beiden schon ausgebucht sind.
© A.Eckhardt
![]() |
![]() |
_________________________________________________________________________
Privatkonzert mit Annett Louisan bei Radio SAW
17.10.2005 Herrenkrug Parkhotel an der Elbe Magdeburg (Fotos: Arnulf Wenning)
Superstar Annett Louisan war am 17. Oktober 2005 im SAW-Land und gab für die Radio SAW-Hörer ein exklusives Privatkonzert.
Für einige glückliche Gewinner stellte sie ein paar brandneue Titel aus ihrem neuen Album 'Unausgesprochen' vor.
Es wurde ein bezaubernder Abend.
Nachdem wir nun schon den halben Tag sehen konnten wie die Bühne aufgebaut, der Soundcheck gemacht wurde und Roman Rybnicar alles überprüft ob auch nicht schief gehen wird, kamen auch die SAW Mitarbeiter ins Hotel.
Montag abend 19 Uhr die Halle des Hotels füllt sich mit Presse und vor allem mit Zuhörern des Radio SAW. Die haben in den Tagen davor Karten verlost für dieses Showcase.
20 Uhr: die Türen zum Saal im Herrenkrug wurden geöffnet und ein Ambiente tat sich auf, welches nicht mit Worten zu beschreiben ist.
Ein Saal wie in einem Schloß, groß, tolle Wandmalereien, riesige Fenster mit schweren Stoffen verhüllt. Die kleine Bühne über Eck aufgebaut und in Showlicht getaucht. Cello, Wurlitzer und Gitarre standen bereit. Mikro war auch aufgebaut, es fehlten nur noch die Akteure und der Star des Abends.
Nachdem alle Zuhörer den Saal betreten hatten und die Türen sich schlossen, trat Radio SAW Moderator Ted Stanetzky auf die Bühne.
Die glücklichen Gewinner der Tickets für das Konzert warteten gespannt auf Annett Louisan. Nicht nur die, sondern auch wir (Kerstin & ich).
Wir wurden von 105music, Annett und Janine Ramond eingeladen zu dieser Veranstaltung, auch weil es dort endlich mal mehr Gelegenheit geben sollte alle näher kennen zu lernen als dies bei bisherigen Events zeitlich möglich war.
Die Band trat auf die Bühne, stimmte ein wenig die Instrumente und schon klangen die ersten Töne. So vertraute dennoch neue Töne die man zu hören bekam. Sofort wurde einem ganz warm und es machte sich eine gespannte, vertraute aber und erwartungsvolle Atmosphäre breit.
Wieder ging eine Tür auf und der "Star" des Abends trat heraus. Annett kam auf die Bühne und ließ die ersten Zeilen hören.
Es gab natürlich ein Blitzlichtgewitter und Applaus.
Annett begrüßte alle im Saal und gab gleich weitere 8 Songs aus dem Album zum besten, jeder einzelne wurde bombastisch gefeiert von den Hörern.
Nach dem 9 Song und eine sichtlich erleichterte Annett Louisan ging sie mit ihrer Band von der Bühne. Jedoch nicht um sich vorher bei allen die gekommen waren zu bedanken, bei ihrem Label und allen die sie tatkräftig unterstützen.
Und dann tat Sie etwas völlig Überraschendes: sie begrüßte ihren Offiziellen Fanclub und hat sich offiziell für unsere Arbeit und bei den Fans die auch den Fanclub unterstützen bedankt.
Anschließend kam wie erwartet ein Standing Ovation und Zugabewunsch der Zuschauer und Hörer.
Der Moderator hatte sichtlich Mühe sich Gehör zu verschaffen, als ihm das nicht so recht gelang weil seine Worte im Standing Ovation untergingen hat er auch die Bühne wieder verlassen. Da kam Annett mit der Band im Schlepp wieder zurück und gab ihre Zugaben. Nach diesem zweiten Mal wo sie durch die Tür kamen und auf die Bühne gingen konnte man bei allen ein völlig erleichtertes Gesicht erkennen und sie spielten um so befreiter und beschwingter einen Song aus "Bohéme" auch dies wollte niemand so stehen lassen also gab es gleich noch eine Zugabe.
Danach war jedoch endgültig Schluß auf der Bühne.
Listig, leise und atemlos zog sie alle Register einer Elfenprinzessin auf Prinzen-Jagd. Sie wartet, bis sie ihn an der Angel hat, um ihn dann mit Harfenzauber zu umgarnen und in einem unwiderstehlichen Walzerschwung in ihre Welt der großen Liebe zu entführen. Aber auch wenn Annett Louisan austeilt - sie tut es immer mit einem Augenzwinkern.
Nun hatte auch SAW Moderator Ted Stanetzky wieder das volle Gehör seiner Lieblinge (die Hörer) und teilte mit, dass Annett gleich noch mal rauskommt um Autogrammwünsche zu erfüllen und sich den Fragen zu stellen, die einem so auf den Nägeln brennen.
Nachdem diese alle gestillt waren, verabschiedete sich Annett auch hier und betrat nun den VIP Bereich wo bereits die gierige Presse auf sie wartete um sie weiter auszufragen. Welche es sich in der Zwischenzeit mit Kanapees und Sekt oder Wein gemütlich gemacht hat und heiß diskutierte wie das Album nun ist und ankommen wird. Wobei auch hier bei manch einem der Eindruck entstand er sei auf einer Pflichtveranstaltung.
Wir setzten uns gemütlich auf ein großes Ledersofa im hinteren Teil des Wintergartens und warteten mit und genossen die Diskussionen und ließen die soeben gehörten Songs Revue passieren und waren sofort begeistert, es stand fest das wir das Album unbedingt haben müssen (war ja auch nicht anders zu erwarten). Natürlich ist man da besonders aufgeregt. Und ups stand Annett im Wintergarten und ließ erst mal alles rechts und links stehen und begrüßte uns als wären wir schon seit alten Tagen befreundet mit Küßchen links und Küßchen rechts. Das hat uns natürlich völlig überrascht, aber positiv. Ich habe noch den versteinerten Blick des Pressereporters im Kopf dem fast sein Schluck Sekt wieder aus dem Mund rutschte. Großes Grinsen
Wir unterhielten uns ein paar Sätze ehe sie sich mit den Worten verabschiedete: "Ich werd die mal alle befriedigen und dann komme ich zu euch"
So kam es dann auch, nachdem Annett fast eine Stunde lang der Presse antwortete, die doch ziemlich nervig in ihrem Privatleben versuchte rum zu stochern, setzte sie sich zu uns aufs Sofa. Kerstin war völlig sprachlos, noch nie hat jemand der so ein "Star" ist neben ihr gesessen und sich mit ihr unterhalten. Unterhalten wie unter alten Freundinnen (nach dem ersten Luft holen und Beschnuppern). Wir unterhielten uns über Gott und die Welt (vom soeben Gehörten, zu was kann man wie machen bei Konzerten oder was soll die nächste Single werden und empfundenen über Urlaub machen in Kanada bis zu wo man gerne wohnen würde oder doch hinzieht und einiges andere), über das Geschäft (wobei das weniger) und über privates (was auch wir nicht weiter geben).
Auch Roman und Friedrich setzen sich zu uns anschließend kam noch Hardy und weitere dazu. Es war eine gemütliche Runde die nach ca. 2 Stunden sich völlig müde vom Tag auflöste. Alle auch wir wollten nur noch ins Bett, der nächste Tag war angebrochen und ein weiteres schweres Programm stand für alle auf dem Terminplan. Nicht jedoch um uns wie aus dem nichts eine CD in die Hand zu geben, welche sie nebenbei ausgepackt und signiert hat, mit den Worten: "Meine beiden Süßen! Alles Liebe für Euch, Eure Annett"
Da waren wir mal wieder völlig überrascht und gerührt, wir wunderten uns schon was sie eine ganze Weile links neben sich so "rumfummelte".
Am nächsten Morgen, weil wir die Nacht im schönen Herrenkrug Parkhotel verbrachten traf man sich beim Frühstück zum Teil schon wieder und es war einfach so normal als wenn man sich schon ewig kennt. Annett hat uns dann noch eingeladen, aber dazu möchte ich mich hier nicht äußern, denn es ist etwas privater.
Am Mittag haben wir dann Magdeburg wieder verlassen mit dem Vorabend im Kopf und einem wunderbaren Gefühl jemanden Sso kennen gelernt zu haben, wie man es 1. nicht erwartet hätte und 2. die vielen anderen sehr netten und liebevollen Menschen um Annett rum. Wo man bei keinem zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte - Pflichtveranstaltung.
Auch heute, eine Woche später, denken wir oft und gerne zurück und freuen uns auf die nächsten Treffen. Das Konzert im März in Berlin stand nie außer Frage für uns. Jetzt noch weniger wo man ahnt was einem erwarten wird.
Wir danken allen Beteiligten recht herzlich für diesen Abend, was wir natürlich schon persönlich gemacht haben, es soll aber auch hier nicht unerwähnt bleiben.
Die Empfehlung von uns kann nur lauten, sichert euch euere Konzerttickets, viele sind schon verkauft. In einigen Häusern gibt es nur noch Restkarten.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
_________________________________________________________________________
FANTASTIVAL Dinslaken 2005
Dicker Applaus
Sanft wie eine Seifenblase
Schwebende Töne
Perfektes Spiel
www.nrz.de
FANTASTIVAL / Annett Louisan begeisterte mit sparsamer Show und wirkungsvoller Stimme die 900 Zuschauer.
DINSLAKEN. Fast verloren wirkte sie da auf der Fantastival-Bühne, riesig der Mikroständer im Vergleich zu der nur 1,52 Meter großen Sängerin. Als aber Annett Louisan den Mund aufmachte und ihre Stimme durch das Burgtheater am Mittwochabend schallen ließ, hatte sie nicht das Publikum, sondern auch die Bühne im Griff. Louisan weiß eben, wie sie sich Gehör verschaffen kann.
Ihre Songs sind locker-leicht, ebenso ihre Stimme. Töne, irgendwo zwischen hauch- und rauchzart, bahnen sich den Weg von den Stimmbändern durchs Mirkofon zu den Gehörgängen der Gäste im Open-Air-Rund.
Die Töne schweben davon wie die Seifenblasen, die dank am Eingang ausgehändigter Werbegeschenke und des Spieltriebs der Gäste das Burgtheater erfüllen.
Anderthalb Stunden lang hörten die 900 begeisterten Zuschauer die Louisan-typischen Songs, deren Stil sich einfach nicht definieren lassen will. Swing, Blues und Pop-Anleihen mischten sich mit den Chansons.
Annett Louisan verließ sich bei ihrem Auftritt ganz auf ihre Stimme. Nichts sollte von den ausdrucksstarken Texten ablenken. Und so stellte sich die 26-Jährige auch in Jeans, Turnschuhen, Top und Blazer auf die Bühne. Lediglich ein dunkelrotes Samtssofa zielte auf Wirkung, erinnerte an den Auftritt einer Diva - und doch ist das Bühnengebaren einer Louisan überraschend unaufdringlich.
Abgerundet wird der Auftritt von dem perfekten Spiel ihrer Band, die mit einer grandiosen Mischung aus Gitarren, Keyboard, Kontrabass und Schlagzeug überzeugte. Die Songs gaben den Bandmitgliedern auch die Gelegenheit, sich durch die verschiedenesten Soli zu profilieren.
Liebe und zwischenmenschliche Beziehungen waren die Themenschwerpunkte der Lieder von Louisan. Die Männer bekommen in Songs wie "Der Blender" oder "Die Formel" ihr Fett weg, die Frauen sind in "Meine Freundin Eve" dran. Die Texte der alten wie neuen Songs sind wie die Titel, geradeheraus, unkompliziert, trotzdem aber mit sprachlicher Komplexität und humorvollen wie ironischen Seitenhieben ausgestattet, die auch schon mal das Publikum zu einem spontanen Szenenapplaus animierten. Aber ob romnatisch oder nostalgisch, ob frech oder ironisch - Annett Louisan kam bei den frenetisch feiernden Fans an.
Stehende Ovationen und ein dicker Applaus, für den sie sich mit ihrem Mädchen-Charme auch ganz artig bedankte, forderten noch drei Zugaben von der 26-Jährigen. Für manche Gäste war das noch zu wenig.
Bildrechte bei NRZ.de
![]() |
![]() |
![]() |
_____________________________________________________________________
Song des Jahres: And the winner is...
"Das Gefühl" von Annett Louisan ist für die Bayern 3-Hörer der Song des Jahres. Den ganzen Dezember lang haben Dirk Rohrbach und Chris Baumann in der Bayern 3-Abendshow ihre "Songs der Woche" von 2005 gegeneinander antreten und die Bayern 3-Hörer darüber abstimmen lassen. Im Finale setzte sich Annett Louisan knapp gegen "Speed Of Sound" von Coldplay durch.
Zuvor hatte die 26-Jährige bereits Daniel Powter ("Bad Day"), Xavier Naidoo ("Dieser Weg") und die Simple Minds ("Home") aus dem Rennen geworfen hatte.
"Das Gefühl" war im Februar die zweite Single von Annett Louisan nach ihrem Durchbruch 2004 mit "Das Spiel". Inzwischen hat sie ihr zweites Album veröffentlicht und sich mit ihren eigenwilligen, nachdenklichen, aber auch witzigen Texten zu einem besonderen Star der deutschen und deutschsprachigen Popmusik gemausert. Das wussten eben auch die Bayern 3-Hörer zu schätzen.
_________________________________________________________________________
Frank Ramond hinter... Annett Louisan
Der Mann hinter... Annett Louisan
Gib einem Kerl deine Telefonnummer und du wirst berühmt. Mit Frank Ramond geht das.
Ein zierliches Mädchen hat als Lolita-Inkarnation die deutschen Charts erobert. Annett Louisan, Sängerin, blond, 25 Jahre alt, jünger wirkend, gerade einmal 1,52 Meter groß, Studentin der Gestaltung im achten Semester. In dem Hit „Das Spiel“ erteilt sie ihrem Verehrer eine Abfuhr, weil er zu viel will. Sie möchte Liebe spielen, sich nicht verpflichten. Dazu schlägt die gebürtige Brandenburgerin im Video kokett die Augen auf und nieder, sie lächelt, die Lippen glänzen. Was viele nicht wissen: Das Lied über die selbst bestimmende Frau hat ein Mann getextet – Frank Ramond, Produzent und Entdecker von Annett Louisan.
Es ist nicht Ramonds erste Arbeit im Musikgeschäft, aber seine bisher erfolgreichste. Seit 1991 verdient der 40-jährige Hamburger sein Geld in der Unterhaltungsindustrie. Er gab Platten der Country-Band Truck Stop den letzten Schliff, griff Schlagerkönig Roger Whitaker beim Texten unter die Arme und arrangierte Kommerz-Hip-Hop für die kurzlebige Teenie-Band Basis. Keine Namen, mit denen man Ruhm erlangt. Erst dank Annett Louisan erfährt der verheiratete Familienvater Anerkennung bei Kritik und Musikern.
Geboren wurde Ramond 1964 als Kind einer Deutschen und eines Franzosen in Istanbul. Sein Vater arbeitete dort als Lehrer im diplomatischen Dienst, seine Mutter lernte ihn auf einer Urlaubsreise zum Bosporus kennen und lieben. Die Schule besuchte Ramond junior zunächst in Mexico City, bis die Familie in Hamburg ansässig wurde. Trotz seiner bewegten Kindheit betrachtet Ramond sich denn auch als Hanseat. „Ich schätze die Liberalität und Unaufdringlichkeit der Hamburger.“ Ein Souvenir hat er aus Mexiko an die Alster gerettet: jene Gitarre, auf der er als Kind die ersten Akkorde erlernt hat.
Nach dem Abitur geht er den sicheren Weg. 1985 beginnt Ramond eine kaufmännische Lehre im Elektronikkonzern Philips, zwei Jahre später schreibt er sich für Jura an der Universität Hamburg ein – legt das Fundament für eine klassische bürgerliche Karriere. Doch dann träumt der Student doch nicht von Verhandlungen im Gerichtssaal, sondern von Aufnahmen im Tonstudio. „Ich wollte Popstar werden, war aber nie ein virtuoser Instrumentalist“, so Ramond über Ramond. Immer wieder schickt er Demo-Bänder an Plattenfirmen, mal in englischer, mal in deutscher Sprache. Er lernt Leute aus der Musikbranche kennen – und Ende der Achtziger erhält er tatsächlich einen Vertrag: „mit einem fürchterlichen Karnevalslied“, wie er heute sagt.
Der Traum vom Erfolg geht nicht in berauschenden Umsatzzahlen auf, aber Ramond bleibt in der Branche hängen. In den Neunzigern probiert er vieles aus, was auch nur annähernd nach Erfolg aussieht. Einerseits schreibt er Schnulzen für Vicky Leandros und Udo Lindenberg, auf der anderen Seite fertigt er billigen Wegwerf-Techno unter Pseudonymen wie Raver Dave und King Kurlee. „Meine Dance-Produktionen waren so schlecht, die DJs haben mich auf den Bewertungsbögen regelrecht zermalmt“, erzählt Ramond über die Zeit des Techno-Hypes. „Ich habe dadurch gelernt, dass man keine Musik machen sollte, die man nicht ansatzweise selbst fühlen kann.“
Frank Ramond braucht Sicherheit. Er findet sie in geordneten Arbeitsschemata. Wenn er einen Titel schreibt, denkt er zuerst an die Zielgruppe – der Zeitgeist bleibt außen vor. „Fantasie, Schaulust, ein Sprachgefühl, systematischer Fleiß und Unterhaltungswille“, so beschreibt der Autor sein Arbeitscredo. An die Kunst um der Kunst willen glaubt er nicht. „Damit hält man sich nicht über Wasser“, sagt er. So zementiert sich der Produzent einen Namen als vernünftiger Auftragsarbeiter – einer, der auch unter Stress gut abliefern kann. „Ich bin ein echter Prüfungstyp. Unter Druck wachse ich über mich hinaus.“
Leichten Druck übte jene junge Frau auf ihn aus, die ihn im vergangenen Jahr auf einer Hamburger Party ansprach. Die Studentin wollte unbedingt im Studio singen, auch im Hintergrund, und steckte dem Musiker eine Karte in die Jackentasche. Frank Ramond fand sie erst am nächsten Morgen. Darauf stand eine Telefonnummer und die Kurzbeschreibung: Annett, klein, blond. „Lustig“, fand Ramond das und rief sie irgendwann an. Die Auftritte klappten gut, immer öfter buchte Ramond die kleine blonde Annett, sie sang im Hintergrund bei Trance-Platten und Weihnachtsplatten, bald planten sie ein Album zusammen.
Sie redet über die Geschichten, die sie singen will, er beginnt zu texten, produziert Musik, die ihn an die Chansonplatten seiner Eltern erinnert – Jacquel Brel, Juliette Greco und Leo Ferre. Französische Einflüsse, deutsche Texte. „Es hat mich fasziniert, wie leichtfüßig sie bei den französischen Liedermachern Vulgäres mit Poetischem vermischt und wie unverkrampft mit Erotik oder Sexualität umgegangen wird.“ Daraus speist sich auch das freche Lolita-Image, das Annett Louisan vor sich her trägt. Sie will es wohl loswerden – aber ihren musikalischen Partner behalten. Über den sagt sie nur Gutes. Die Sängerin hatte das Gefühl, dass er ihre Ideen in ihrer, wie sie sagt, Gradlinigkeit und Schlichtheit, eins zu eins umsetzt. Dass er sie mehr verwirkliche als sich selbst, eher in den Hintergrund tritt, das lobt Louisan an Ramond. Und: „Ich kann einfach nicht so gut reimen“, sagt Annett Louisan.
Jetzt arbeiten die beiden an ihrer zweiten Platte. Das erste „Album“, Bohème, verkaufte sich 200 000 Mal.
Von Ulf Lippitz
Quelle: Tagesspiegel
_________________________________________________________________________
Sternchen der Woche
Annett Louisan Mit "Das Gefühl" veröffentlicht unser Sternchen der Woche demnächst ihre zweite Single - und mit ein bisschen Glück kannst du den Silberling bei uns gewinnen ...
Das Mädel hat's drauf! Nun gut, hat aber auch lange genug gedauert, bis wir das eingesehen haben. Anfangs nämlich klapperte Annett Louisan ziemlich erfolglos die deutschen Redaktionen ab, um ein bisschen Publicity für ihre Single "Das Spiel" zu bekommen. Ein Magazin erbarmte sich schließlich - und traf genau ins Schwarze: Mit Frauen-untypischen Lyrics à la "Dass du dich verliebst, weil du's mit mir tust, dass es dich so trifft, hab ich nicht gewusst ... Ich will doch nur spiel'n ..." sang sich die 25-Jährige in die Herzen ihrer Fans - und Kritiker. Manchen nämlich stoßen die unverblümten Texte ziemlich sauer auf. Zu Unrecht, wie wir finden, denn: Ist es nur Jungs vorbehalten, nach 'nem One Night Stand jemanden verletzt zurückzulassen? Na also!
Und deshalb geht's weiter! Nach "Das Spiel" veröffentlicht Annett Louisan am Valentinstag ihre zweite Single aus ihrem Erfolgsalbum "Bohème". Auch "Das Gefühl" ist eine Mischung aus Gänsehaut, direkten Lyrics und wunderschöner, in moderne Gewänder gepackter Chansonmusik.
Quelle: woodz-mag.com
![]() |














