Startseite

Berichte, News & Ankündigungen

 
 
Ankündigung − 2 Karten zu gewinnen Open Air in Neuwied
Ankündigung −VIP−Tickets Gewinnspiel Mit Opel−Power und SUPERillu zum Classic Open Air
CLASSIC OPEN AIR − Annett Louisan & Freunde − Das Spezial im Jahr 2008
Annett zu Gast bei Riverboat am 23.05.2008
Bericht Siegener Zeitung vom 13.05.2008
Bericht über Frank Ramond
Bericht Neues Volksblatt (A) 2008

Ankündigung: 2 Karten (Open-Air-Konzert) gewinnen

Es gibt inzwischen sehr sehr viele Fans von Annett. Jeder dieser Fans hat entweder auf einem Konzert oder via Internet entsprechende "Andenken" erstanden, wie z.B. Plakat oder Tourposter an der Wand; Bildschirmschoner oder Wallpaper; Kaffeetassen; Teddy oder Anstecker; Tourheft; CD´s und DVD; T-Shirts (angezogen) oder oder oder, ob nun mit oder ohne Autogramm von Annett.

Wir wollen sehen, wer was für sich zu Hause oder bei der Arbeit hat.

Macht uns ein Bild, auf diesem Bild wollen wir gerne sehen was und wo ihr welche "Andenken" habt und vielleicht eine kleine Geschichte (drei vier Zeilen) dazu: wo ihr es erstanden habt und warum es euch "wichtig" ist oder woran es erinnert.
Also Accessoires fotografieren und zusenden, so einfach kann ein unvergesslicher Konzertabend sein.

Wir verlosen aus den zugegangenen Einsendungen, die ihr bitte NUR per Mail an uns sendet ( Neuwied(at)annettlouisan-fanclub.de ), 2 Eintrittskarten für die Open Air Veranstaltung in Neuwied am 15.08.2008 auf dem Schloss Engers.

Also rappelt euch auf und zeigt uns und somit Annett, was ihr wo, wie und warum erstanden habt. Wir werden alles Gesammelte entsprechend aufmachen und Annett übergeben, damit der Ansporn für noch viele Jahre wunderbarer Musik untermauert wird.

Einsendeschluß für diese Aktion, ist der 01.07.2008.
Vergesst bitte eure komplette Anschrift nicht.
Mit der Zusendung ist uns die uneingeschränkte Veröffentlichung und Nutzung (natürlich ohne Anschrift) gestattet. Persönliche Daten werden nicht an Dritte weiter gegeben.

Barauszahlung ist nicht möglich.

erstellt 18.05.2008
_________________________________________________________________________

Nach oben

Ankündigung: VIP-Tickets Gewinnspiel

Mit Mit Opel-Power und SuperIllu zum Classic Open Air

Opel und SUPERillu verlosen einen Opel Astra Caravan 10 Millionen im Wert von 22.355 Euro sowie insgesamt 40 VIP-Tickets für das Konzert mit Annett Louisan & Freunden auf dem Gendarmenmarkt.


Mitmachen bei SuperIllu
erstellt 29.05.2008
__________________________________________________________________________

Nach oben

CLASSIC OPEN AIR - Annett Louisan & Freunde

Annett Louisan & Freunde mit: Götz Alsmann, Laith Al Deen, Basta Deutsches Filmorchester Babelsberg - in Zusammenarbeit mit Semmel Concerts GmbH -

Karten bestellen oder hier oder hier oder über uns !!!

07.07.2008, Mo - 19:30 BERLIN - GENDARMENMARKT

Das optimale Leben - ANNETT LOUISAN

Eine neue Stimme: Als Annett Louisan mit ihrem ersten Album ´Bohème´ die Szene betrat, war es zunächst der Sound, der kitzelte. Schon ein Vorteil, denn bekanntlich gibt es keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Doch der eigentliche Sog folgte schnell, die Musik umhüllte Texte, die stets überraschten, provozierten und überzeugten, dass viele glaubten, so könne nur eine Künstlerin klingen, die schlicht und im besten Sinne ergreifend ihr Tagebuch dem geneigten Hörer zur Begutachtung überreichte.

Annett Louisans zweites Album ´Unausgesprochen´ pirscht zunächst leise und knüpft scheinbar nahtlos an das Debüt an. Schnell wollte sie es dem gefeierten Erstling folgen lassen, die neuen Lieder waren zu einem großen Teil schon während der Tournee 2004 entstanden, manche schon vor Publikum präsentiert und ausprobiert.

Diese Energie sollte auch für die neuen Kompositionen genutzt werden, als die Reaktionen der Zuhörer und die Impulse aus den Auftritten noch frisch und lebendig wirkten. Große Hallen und breite Bühnen, die Annetts Stimme mühelos ausfüllte: Auch das eine kleine Überraschung nach dem Senkrechtstart. Standing Ovations und Begeisterung für eine Künstlerin, die eben nicht ein bloßes ´Song-Wunder´ war, sondern eine Performerin mit Charisma. Das hatte nicht jeder erwartet, vielleicht nicht mal alle ihre Fans.

Im Sommer 2005 ging es in die Hamburger Peer Studios, und nach nur vier Wochen war das neue Album in groben Zügen aufgenommen. Klare Peilung, sehr genaue Vorstellung von dem, was werden sollte, beflügelte die Arbeit: Annett Louisan und ihr Texter Produzent Frank Ramond sind inzwischen ein eingespieltes Kreativ-Team. Dennoch legten sie ein verblüffendes Tempo vor, angesichts der musikalischen Grenzerweiterungen.

Samba, Tango und Walzer, Cooles, Chanson, Musette: Schon die gewachsene Stilvielfalt der Kompositionen reflektiert, dass Annett Louisan mit ´Unausgesprochen´ ein paar neue Pfade kultivieren wollte. Eigene musikalische Vorlieben wie Jazz verarbeitet sie jetzt viel mehr, probiert ungewohnte Arrangements und rhythmische Strukturen aus, wie eben auch die Texte ganz anderes anbieten als zuvor. Intensiver noch als auf ´Bohème´ spielt, entdeckt, seziert sie die Worte von Frank Ramond, lässt die Musik förmlich in die Texte fließen, dass die Situationen und Figuren der Chanson-Geschichten scharf konturiert erstehen. Manchmal (´Widder wider Willen´) erinnert ihre lässige Prägnanz an Charles Aznavour, es kommt nicht von ungefähr, das klassische Chanson ist die zweite große Liebe von Annett Louisan.

Hier noch eine Zusatzinfo vom Veranstalter:
Annett Louisan

Fast atemberaubend ist der steile Aufstieg der zierlichen Sängerin mit dem großen Format. Sie ist eine der wenigen deutschen Interpretinnen, die mit chansonhaften Liedern im Popsektor große Bekanntheit erlangt hat. Sicher sind es in erster Linie ihre Texte, die den Zeitgeist bedienen, aber auch ihre unverwechselbare Interpretation, die den Nerv ihrer zahlreichen Fans treffen. Mitverantwortlich für den Erfolg sind vor allem ihr Produzent Frank Ramond (Roger Cicero), der die gemeinsamen Ideen in Worte fasst und die Komponisten Hardy Kayser und Matthias Hass. Mit seiner Veröffentlichung schoss der Titel „Ich will doch nur spielen“ an die Spitze der Charts und fürs erste Album „Boheme“ gab es dann schon die 1. „Goldene Schallplatte“, wenig später Platin, und es wurde zu einem der schnellstverkauften Debutalben der deutschen Musikindustrie. Das war 2004. Im darauffolgenden Jahr gab es wieder „Gold“ und auch die „Goldene Stimmgabel“. Höchste Anerkennung war der „Echo“ für die Künstlerin des Jahres, und sie wurde mit dem DIVA-Award als „New Talent of the Year“ ausgezeichnet. Auch ihr zweites Album „Unausgesprochen“ setzte sich auf die Erfolgsspur. Über 50 Wochen belegte es die Charts und wurde über 270.000 Mal verkauft. Es gab wieder eine „Goldene Schallplatte“ und die „Goldene Stimmgabel“. Vor kurzem kam ihr drittes Album „Das optimale Leben“ auf dem Markt, das von einer ausgedehnten Tour durch ausverkaufte Hallen Deutschlands, der Schweiz und in Österreich begleitet wird. Zu ihrem Konzert auf dem Gendarmenmarkt hat sie sich Gäste eingeladen. Zu ihnen gehört die Ausnahmeerscheinung der deutschen Unterhaltungsbranche, Götz Alsmann. Gemeinsam verbindet sie ein Duett auf seinem großartigen aktuellen Album „Mein Geheimnis“. Garantiert ein Abend der Superlative! (7. 7.)


erstellt 17.12.2007
_________________________________________________________________________

Nach oben

Annett zu Gast bei "Riverboat" am 23.5.2008

Annett Louisan, Sängerin
Sie wollte nur spielen – und plötzlich stürmte das mit mädchenhaft-verführerischer Stimme gehauchte Lied "Das Spiel" 2004 die Charts. Inzwischen wird das einstige Fräuleinwunder als "Grande Dame" des Chansons gefeiert. Alle drei bisher veröffentlichten Alben erreichten Gold- bzw. Platinstatus. Seit November ist die Musikerin aus Sachsen-Anhalt auf Tour, am 04. Juli 2008 in Eisenhüttenstadt und am 07. Juli 2008 in ihrer Special-Show "Annett Louisan und Freunde" in Berlin.

Sängerin Annett Louisan im Porträt
Mit ihrem jungen Aussehen und ihrem zurückhaltenden Auftreten könnte Annett Louisan fast noch als Abiturientin durchgehen. Doch die Sachsen-Anhalterin wurde schon 1977 in Havelberg geboren. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern in Schönhausen. Schon während ihrer Schulzeit begann sie zu singen.Dabei traf sie viele unterschiedliche Musiker, lernte Gitarre spielen, probierte sich aus und suchte ihren eigenen Stil. Den fand sie schließlich, und Musikerkollegen halfen ihr bei der Aufnahme eines Demo-Tapes. Das gefiel einer Plattenfirma so gut, dass sie die Künstlerin unter Vertrag nahm. Mit der Single "Das Spiel" kam im November 2004 der Durchbruch; und auch ihr Debüt-Album " Bohème" (2004) war sehr erfolgreich: es kletterte an die Spitze der deutschen Charts. Die gebürtige Altmärkerin wurde dafür je zweimal mit „Gold“- und "Platin"-Status belohnt – bis heute wurde „Bohème“ mehr als 450.000 Mal verkauft. Ihr zweites Album "Unausgesprochen" (2005) hielt sich über 50 Wochen in den Charts, erreichte ebenfalls Gold - und Platin-Status. Annett Louisan wurde mit Preisen überhäuft, z.B. dem "Echo" und der "Goldenen Stimmgabel". Im Sommer 2007 stellte sie ihr neues Album "Das optimale Leben" vor. Damit tourt die Künstlerin nun durch Deutschland, die Schweiz und Österreich.

Ihre Musik ist eine Mischung aus französischem Chanson und klassischen amerikanischen Songs, verknüpft mit Elementen aus Jazz und lateinamerikanischen Rhythmen. Louisan hat ein Gespür für Atmosphäre und Ironie. Zustandsbeschreibungen der ewigen Geschichte zwischen Mann und Frau, frech und warmherzig interpretiert - das sind ihre Spezialitäten."'Easy listening but hard working.' Das liebe ich sehr, weil die Brasilianer eine entwaffnende Natürlichkeit transportieren. Sie können eine lockere Stimmung allein über Trommelrhythmen vermitteln. Lässig zu sein ist das aller schwierigste. Für mich ist Gesang nur dann gut, wenn er sich dem Song unterordnet und eine Geschichte erzählt."

Annett Louisan, Leipziger Volkszeitung, 01.02.2008
Ihre knapp bemessene Freizeit verbringt Annett Louisan in den Galerien Hamburgs oder mit ihrem türkischen Mann Gazi Isikatli, den sie im Dezember 2004 heimlich heiratete. Bilder aus ihrem Privatleben gibt sie nicht an die Öffentlichkeit. Anders als sie in ihren Songs suggeriert scheint die junge Frau eher das solide Leben zu suchen und hatte offenbar keine Probleme, sich früh zu binden.

Erstellt am: 20. Mai 2008(c) mdr.de
__________________________________________________________________________

Nach oben

Bericht Siegener Zeitung 13.05.2008

Der sichere Stand
Rund 1300 Besucher erlebten einen intimen Konzertabend, der ebenso amüsierte wie bewegte.

Die sogenannte »Pop-Elfe« hat nur noch wenig von einem kleinen Mädchen. Die »Lolita«, die 2004 nur spielen wollte, ist 2008 eine Frau. Im kleinen Schwarzen, kurvenreich und blond gelockt. Sie steht fest auf atemberaubend hohen Absätzen und ist sich ihrer Sache sicher. Das deutsche Chanson, das ist ihre Sache, immer noch: 2007 hat Annett Louisan ihr drittes Album, »Das optimale Leben«, vorgelegt, das sie am Sonntagabend im großen Zelt bei KulturPur live vorstellte. Der Bedarf an gestochen scharf formulierten und stilvoll instrumentierten kleinen Alltagsbeschreibungen ist groß: 1300 Besucher erlebten einen intimen Konzertabend, der ebenso amüsierte wie bewegte.

Er amüsierte vor allem dann, wenn Annett Louisan zuckersüß und mit einiger Ironie zu heiter-angejazzten Sommer-Bossa-Klängen das Thema Männer behandelte. »Er« hat’s schwer: Das Wesen, für die Gattin entweder Chauvinist oder Egoist, hat ihr ganzes Mitleid – oder besser: Mitgefühl. Für den »Blender« jedoch gibt’s keins, auch nicht für den, der mit Rosen nach Hause kommt, denn der hat fremd geküsst, und es gibt »Rosenkrieg«.

Es wird immer mal wieder fremdgegangen in Annett Louisans Chansons, nicht immer kann sie das auf die leichte Schulter nehmen. Ganz groß ihr stilles »Was haben wir gesucht?«, eine zu Herzen gehende Bestandsaufnahme eines Seitensprungs. »Kleine Zwischenfälle«, so sagte die Wahl-Hamburgerin, sei aus ihrer eigenen Geschichte heraus entstanden: Sie sei nämlich einer, der nach einem One-Night-Stand passiert ist. Auf einem Barhocker sitzend, mit Zigarette, forderte sie bluesig den Schmerz heraus: »Sag das noch mal, belüg mich noch mal«. Der herzliche Applaus galt nicht nur der Sängerin, sondern auch dem Gitarristen für ein fantastisches Solo.

Die ganze Band begeisterte – schön mit Kontrabass und zwei Gitarren und dem mehrfach begabten Friedrich Paravicini, der sowohl für sanfte Cello-Töne als auch fröhlich-französische Akkordeonklänge sorgte. Der stärkste Eindruck des Abends, musikalisch wie gesanglich: »Die ehrliche Haut«, von Annett Louisan zu Musette-Walzerklängen mit kraftvoller Stimme in einem Kuriositätenkabarett ausgestellt. Kurz dachte man an die große, kleine Edith Piaf.

Auf »Das Spiel« musste das Publikum und wollte Annett Louisan nicht verzichten: »Ich singe es immer noch sehr gerne«, sagte sie, auch wenn es ihr damals das Label »Pop-Elfe« eingebracht habe, worüber sie heute nur lächeln kann. Aber ohne »Das Spiel« wäre diese Karriere nicht passiert, es gehört zu ihr und wird integriert ins Repertoire, alles andere wäre wenig erwachsen. Standing Ovations für die einstige (gespielte?) »Lolita«, die in ihren High Heels und auf der großen Bühne mit starker Stimme, selbstbewusst und sexy ihre Frau stand.

Auf der Webseite der Siegener Zeitung ist auch ein Bild und für Abokunden ein pdf zum download.
Quelle: Siegener Zeitung
__________________________________________________________________________

Nach oben

Der Mann... hinter Annett

Frank Ramond, Texter, über seine Arbeitsweise: "Ich versuche, einen neuen Blickwinkel zu finden für Dinge, die alltäglich sind"

„Ich bin ein Zyniker“, sagt Deutschlands derzeit erfolgreichster Liedtexter Frank Ramond von sich. Aber da geht er wohl doch etwas hart mit sich ins Gericht. Zahlreiche Hits in den Top Ten, Schallplatten in Gold und Platin und ein Echo-Preis für den Produzenten des Jahres beweisen: Der charmante Fatalismus in seinen Texten für Roger Cicero, Annett Louisan, Barbara Schöneberger oder Ina Müller, deren neues Album „Liebe macht taub“ am 28.März erscheint, trifft den Nerv der Zeit.

Seinem Wesen nach ist Ramond ein bekennender Norddeutscher. Er lebt und arbeitet im ländlichen Trelde vor den Toren Hamburgs und pflegt jene pragmatische, lakonisch-nüchterne Art, die man in den karnevalbegeisterten Regionen Deutschlands mit dem Wort „Fischkopp“ bezeichnet. Allerdings ist Ramond nicht nur Norddeutscher, sondern er hat auch einen französischen Vater. Und der hat ihn früh mit der Tradition des Chansons bekannt gemacht.

So ist es weniger Zynismus, was Ramonds Texte ausmacht, sondern eine besondere Mischung aus nüchterner Analyse und einem sprachlichem Esprit, der noch die schwärzesten Einsichten in eingängige Zweizeiler zu bringen weiß. „Das Leben spielt auf Zeit, bis es gewinnt / grad' wenn Du brüllst und schreist, stellt es sich blind“. Klar, das wusste man vorher schon, aber wer hätte es so gut in Worte zu bringen vermocht?

„Ich versuche, einen neuen Blickwinkel zu finden für Dinge, die alltäglich sind“, sagt Ramond über sein Erfolgsrezept. Er trifft damit auf eine breite Schicht erwachsener Hörer, die in ihrer Sprache etwas über ihr eigenes Leben hören wollen. So wahr und treffend, dass es einem zwar immer einen leichten Stich versetzt, aber doch so hübsch gereimt, dass man sich sofort wieder damit versöhnt. Zu dem hämischen Refrain „Frauen lügen nicht“ etwa fallen Ramond Zeilen wie diese ein: „Ein paar Minuten schnelles Glück / Oh ja, das reicht ihr absolut / Oh Mann! Oh Mann! Du warst so gut.“

Frank Ramond textet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, das heißt stets in Deutsch und mit „alltagsmäßiger Satzstellung“. Schon der Gedanke, es in Englisch, der Lingua Franca des Showbusiness, zu versuchen, ist ihm fremd: „Deutsch ist meine Muttersprache. In welcher Sprache sollte ich sonst schreiben? Wer braucht noch Songs in schlechtem Englisch?“

Obwohl er dabei eine gute Pointe einem korrekten Reim vorzieht, ist er als Texter nicht ohne professionelle Eitelkeit. Ein einziges Mal nur gerät im Interview seine Gelassenheit ein wenig ins Wanken, als er das Texter-Lehrbuch eines ungenannten Kollegen erwähnt, der ihn wegen falscher Reime rügt. Seinem Erfolg hat dies aber keinen Abbruch getan. Für Roger Cicero ist er in Sachen deutsche Liedtexte die erste Adresse: „Als wir uns für deutsche Texte entschieden hatten, war es nur ein kleiner Schritt, Frank Ramond zu fragen.“

Ramonds ureigener Tonfall verdankt sich vor allem der Gabe, die eigene Existenz illusionslos zu sehen, ohne in Resignation zu verfallen. In dieser durch Humor gemilderten Ratlosigkeit erkennt sich offenbar das große Heer derjenigen wieder, die nach überstandener Spätpubertät eingesehen haben, dass sie doch keine Epoche machenden Genies sind und später schlicht mit Anstand in Rente gehen werden. Nicht von ungefähr landete Barbara Schöneberger mit Ramonds Zeile „Bin im allem so lala. Mittelschicht, mittelblond, mittelgroß“ einen echten Hit.

Die Musik, die Ramond und sein Partner, der Komponist Matthias Hass, diesen Einsichten unterlegen, kommt daher häufig im Retro-Gewand daher. „Wir arbeiten viel mit Standards“, erklärt Ramond, der gelegentlich auch die Musik zu seinen Texten komponiert. „Bossa Nova, Tango, Blues. Gern auch ältere Musikstile, das gibt eine gewisse Farbe, diese Melancholie.“

Nach schwierigen Jahren, in denen die Plattenindustrie daniederlag und er im Auftrag von DJ Ötzi, Vicky Leandros oder Truck Stop Reime schmiedete, sind Ramonds Markenzeichen heute Texte, die für die Bühnenpersönlichkeit seiner Interpreten maßgefertigt sind. „Ich kenne mich ja schon lange“, sagt Barbara Schöneberger, „aber wie Frank Ramond das alles auf den Punkt gebracht hat in den Texten! Man merkt, dass es wirklich speziell für mich persönlich geschrieben ist. Das Thema ist einfach: Ich.“

„Je besser Frank mich kennengelernt hat, desto treffsicherer wurde er“, bekennt auch der müllraustragende Macho Roger Cicero. Und Annett Louisan, die so erfolgreich mit dem Klischee der betörend flötenden Lolita kokettiert, sagt über ihn: „Frank Ramond ist so etwas wie der Architekt meiner wirren Gedanken. Er übernimmt den analytischen Part und ich den emotionalen.“

Zu den Vorarbeiten der Hitproduktion gehört dabei für den Texter und seine Interpreten die gemeinsame Klausur im abgeschiedenen Trelde. Dort werden dann in ausgiebigen Vorgesprächen die Geschichten für die Songs gefunden: „Er hat halt diese Riesen-Gabe“, berichtet Ina Müller, „wenn man ihm eine Geschichte erzählt, behält er das und macht daraus ein Lied. Wenn ich das selbst könnte, würde ich es machen. Ich kann es aber nicht.“

Die heimische Basis für den Erfolg des Frank Ramond ist offenbar das funktionierende Team mit seiner Frau Janine. „Meine Frau war bei einem Plattenkonzern dafür zuständig, sich die Songs anzuhören und zu entscheiden, ob es ein Hit wird oder nicht.“ Heute erledigt sie diesen Job für ihn und ist außerdem Geschäftsführerin des 2007 gegründeten Wortreich-Verlags, der Ramonds Texte verwertet.

„Ein Ehepartner ist natürlich doch der verlässlichste Partner“, bekennt Ramond. Aus dem Mund eines Mannes, der sein Geld mit bitterbösen Reimen über den Geschlechterkampf verdient, erstaunt ein solcher Satz schon. Doch Ramond beharrt darauf: „In meiner Ehe ist das jedenfalls so.“

Von Ilja Stephan

erstellt 15.03.2008
_________________________________________________________________________

Nach oben

Bericht Neues Volksblatt (A) 2008

Die erfolgreiche deutsche Sängerin versucht sich am „Optimalen Leben“ und kommt im Februar ins Linzer Brucknerhaus.

Der Stern von Annett Louisan hat gleich nach Erscheinen des Debüts „Boheme“ 2004 zu strahlen begonnen. Mit einer Mischung aus deutschem Chanson und Pop feiert die 28-Jährige große Erfolge. „Ich lebe in meiner eigenen Welt“, erklärt die charmante Künstlerin: „Medien hätten ja gerne, dass man sich jährlich neu erfindet. Darauf kann ich ebenso wenig Rücksicht nehmen wie auf Sparten.“ „Das optimale Leben“ (Sony BMG) heißt die dritte CD von Louisan. Eine Platte, die schwieriger zu machen gewesen wäre, als die zweite („Unausgesprochen“): „Damals gab es keinen Druck, weil alles so schnell gegangen ist. Diesmal hatte ich dagegen Zeit für Reflexionsprozesse. Ich habe mich nach drei Jahren mit großen Erfolgen gefragt, ob ich noch einmal so glücklich sein kann.“ Die Antwort: „Auch wenn ich das Privileg habe, Misserfolg gar nicht zu kennen, könnte ich damit umgehen. Erfolg ist kein Beweis für Selbsterfüllung.“

Louisan bezeichnet sich selbst als „melancholischen Menschen“, aber Humor spielt in ihrem Leben ebenso eine wichtige Rolle. Daher habe „Das optimale Leben“ zwei Seiten, eine fröhliche und eine tieftraurige. Ein Album müsse „einen Grund haben“, ihre Geschichten würde sie „nicht wahllos“ erzählen. „Ich vertone bestimmte Lebensabschnitte, auch wenn die Texte nicht zu 100 Prozent autobiografisch sind.“ Letztere stammen von ihrem künstlerischem Partner Frank Ramond, mit dem Louisan seit ihrem Debüt zusammenarbeitet. Live kann man Annett Louisan nun am 19. Februar im Brucknerhaus erleben, einen Tag vorher in der Wiener Stadthalle. „Das österreichische Publikum hat was Besonderes“, freut sich die Deutsche auf die Tournee: „Hier ist so viel Energie“.

Neues Volksblatt
Dieser Artikel erschien in der Ausgabe vom Mittwoch den 16. Januar 2008

Nach oben

©2004 - 2010 Offizieller Annett Louisan Fanclub