2. Album: Unausgesprochen
Andere Situationen, andere Blickwinkel:
Das Spiel wird zum raffinierten Rollenspiel, erfindungsreich und voller Nuancen. Nicht nur zwischen Frau und Mann und Mann und Frau, sondern auch das Verständnis Frauen unter sich. Die Stimme macht's auch hier: Ausdrucksvoll wie die einer Theaterschauspielerin, dennoch nicht bühnentechnisch routiniert. Denn Annett Louisan tut etwas weit charmanteres: Sie "erzählt" die Lieder. Nicht "ihre" Geschichte, aber jede Menge eigene Geschichten.
Annett Louisans zweites Album "Unausgesprochen" pirscht zunächst leise und knüpft scheinbar nahtlos an das Debüt an. Schnell wollte sie es dem überraschend erfolgreichen Debut folgen lassen. Die neuen Lieder waren zu einem großen Teil schon während der Tournee 2004 entstanden, manche schon vor Publikum präsentiert und unter spontanem Beifall ausprobiert. Es waren große Hallen und breite Bühnen, die Annetts Stimme mühelos ausfüllte: Auch das eine kleine Überraschung nach dem Senkrechtstart. Standing Ovations und Begeisterung für eine Künstlerin, die eben nicht ein bloßes "Song-Wunder" war, sondern eine Performerin mit Charisma. Das hatte nicht jeder erwartet, vielleicht nicht mal alle ihre Fans.
In nur vier Wochen war das neue Album in groben Zügen aufgenommen. Klare Peilung, sehr genaue Vorstellung von dem, was werden sollte, beflügelte die Arbeit: Annett Louisan und ihr Texter/Produzent Frank Ramond sind inzwischen ein eingespieltes Kreativ-Team. Dennoch legten sie angesichts der musikalischen Grenzerweiterungen ein verblüffendes Tempo vor.
Samba, Tango und Walzer, Cooles, Chanson, Musette: Schon die gewachsene Stilvielfalt der Kompositionen reflektiert, dass Annett Louisan mit "Unausgesprochen" neue Pfade gehen will. Sie integriert eigene musikalische Vorlieben wie Jazz, probiert ungewohnte Arrangements und rhythmische Strukturen aus. Intensiver noch als auf "Bohème" spielt, entdeckt, seziert und präzisiert sie die Situationen und Figuren der Chanson-Geschichten. Manchmal ("Widder wider Willen") erinnert ihre lässige Prägnanz an Charles Aznavou Das kommt nicht von ungefähr, das klassische Chanson ist die zweite große Liebe von Annett Louisan.
"Chancenlos 16" ist eine dieser Studien, über ein Mädchen voller Liebe, aber ohne Glück. Präzise gezeichnet, ein wenig bitter, doch mit Sympathie, eine makellose Miniatur aus dem banal-bösen Teen-Leben, aber nicht ohne Hoffnung. Denn "Das Leben spielt auf Zeit, bis es gewinnt / grad wenn du brüllst und schreist, stellt es sich blind". Oder die prototypische, bestgehasste, überdrehte Freundin "Eve": Angetan und ausgefüllt mit einer ganzen Kollektion von Eigenschaften, aber nur wenig mehr dahinter. Hier geht's schon etwas sarkastischer zur Sache, der milde Blick verfinstert sich zur ätzenden Satire, distanziert und scharf geschossen. Ambivalente Gefühle: "Sie ist ... geschickt und effektiv / ich hasse sie abgrundtief", das Leben ist nicht einfach, dafür oft widersprüchlich und paradox.
Wie bei der giftigen Song-Begegnung mit einem penetranten "Thorsten Schmidt" im Hinterkopf: Eine absurder, klitzekleiner Horrorfilm, der im zentralen Gedanken-Kino läuft. Verpackt in einen entspannten Train-Beat Rhythmus, garniert mit Akkordeon und Dobro, wird der zwischenmenschliche Schrecken locker ironisiert. "Es ist ein Spiel mit den eigenen Schwächen", sagt Annett Louisan über ihre neuen Lieder, "auch mit den unangenehmen Dingen. Gerade, wenn etwas schief geht, ist es meist besser, es direkt auszusprechen und sich ein wenig darüber lustig zu machen."
Ganz anders dagegen "Wo ist das Problem?": Klarinette, Kontrabass, Piano, Tango-Noblesse mit minimalen Gesten, verrauchtes Tanz-Café. Und man wird Zeuge einer intimen Beziehungs-Tristesse, in der eine Frau so intensiv die Untreue ihres Partners imaginiert, bis sie schließlich wahr wird. Eine Momentaufnahme, eine typische Lebenssituation in kurzen Zeilen. "Unausgesprochen": Wie ein roter Faden zieht sich dieses Thema der verdrehten und widersprüchlichen Gedanken durch das Album - Gedanken, die keiner ausspricht, die aber dennoch das Handeln lenken. "Wo ist das Problem?" ist eines der Lieder (diesmal sind es mehr als auf "Bohème"), bei denen Annett Louisan als Co-Texterin mitwirkte. "Es die perfekte Mischung aus Franks und meinen Worten, die wirkt. Er ist rationaler, ich bin viel emotionaler, das ergänzt sich", erklärt sie. Ganz besonders effizient in einem Stück wie der "Lösung", das die vielleicht markanteste Schnittstelle der Veränderung vom ersten zum zweiten Album geworden ist.
"Dabei habe ich die Erfahrung gemacht", erzählt Annett Louisan, "dass unsere Fantasien viel schöner und nachhaltiger wirken, je mehr ich mich als Person zurücknehme. Ich lasse den Menschen ihre eigenen Dinge, die sie in ihrem Kopf haben. Dadurch behalten die Lieder ihr Geheimnis." Die Ironie, mit der Annett Louisan so gern jongliert, verlangt diese Distanz. Ein eleganter Drahtseilakt mit entsprechendem Mut zum Risiko, denn wo die Gesten sparsam werden, zählt jede Bewegung doppelt. "Ich mag es total, mit schweren Wörtern leicht umzugehen", sagt Annett Louisan. Schon wieder paradox? Nur auf den ersten Blick. Denn leicht sieht alles aus, das gelingt.
Quelle: http://www.kuestercom.de/texte/annett/annett.htm
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Erscheinungsdatum: 21.10.2005
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Label: Smd 105m (Sony BMG)
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ASIN: B000BIC7YS
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Format: CD (CD-Anzahl: 1)
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1. Das große Erwachen
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Text
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ich tat sehr viel Stoff in mein Dekolleté
pflegte meine Haut und mein Renommee
ich hab’ mich benommen, so als hätt’ ich Stil
noch ein Schlückchen Sekt? ach bitte nicht so viel!
ich hab’ mich bemalt, damit du mich siehst
ich hab’ mich geaalt wie ein kleines Biest
ich war die blonde Elfe mit gesenktem Blick
doch das war nur ein Trick, damit ich dich krieg’
und jetzt möchte ich, dass du mich liebst
ganz genau so, wie ich wirklich bin
und mir all meine albernen Macken vergibst
meine Fehler, jetzt verdammt, nimm sie hin!
hab’ nicht viel gesagt, damit man dich hört
hab’ nicht laut gelacht, nur falls es dich stört
du hast viel erzählt, ich tat int’ressiert
dabei hab’ ich kaum ’was davon kapiert
ich hab’ dich verführt, so als hätt’ ich Lust
dabei ganz bewusst, nicht zu selbstbewusst
ich hab’ mich verrenkt, unter deinem Zelt
und hab’ so getan, als ob´s mir gefällt
und jetzt möchte ich, dass du mich liebst ...
ich hab mich gefärbt, ich hab’ mich gebräunt
ich hab’ doof geguckt, immer schön verträumt
als einzige Lasche zwischen all den Schnallen
hab ich mich verstellt, um dir zu gefallen
und jetzt möchte ich, dass du mich liebst ...
Musik: Frank Ramond, Matthias Haß
Text: Frank Ramond
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du sitzt mir manchmal gegenüber in der Bahn
und ich kann nicht umhin, dich anzustarr´n
dann bist du mir auf gewisse Art vertraut
auf so ´ne Art, vor der mir graut
und so ’ne längst verjährte Sache
flammt in mir auf und schreit nach Rache
du erinnerst mich so sehr an Torsten Schmidt
schon das Profil, der Bürstenschnitt
die Haare rot, die Nase lang
fliehende Stirn, schleichender Gang
und wenn ich dich mal seh’ sind wir zu dritt
du und ich und Torsten Schmidt
der tat mir weh, schon lange her
du bist bestimmt genau so ´n Arsch
wie er
ich hab’ dich zwar noch nie was sagen hör´n
doch ich weiß schon jetzt, die Stimme würd’ mich stör’n
da rollt bestimmt so´n krächzendes Geschwätz
von deiner Zunge pelzbesetzt
und dann sagst du dumme Sachen
die mich richtig gallig machen
du erinnerst mich so sehr an Torsten Schmidt...
ich überlege schon seit Tagen
vielleicht sollt’ ich’s dir einfach sagen
oder ich geb’ dir ’nen kleinen Tritt
beim Aussteigen, dann sind wir quitt
und sag’ der ist für dich...
und Torsten Schmidt
Musik: Frank Ramond, Matthias Haß
Text: Frank Ramond
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sie war die Kleine auf dem Schulhof
der keiner Briefchen schreibt
das zahnbespangte Lächeln
das immer unerwidert bleibt
dessen Name niemals fällt
wenn man Sportmannschaften wählt
chancenlos
eine Schleife unter vielen
dessen Knoten niemals hält
dessen Brötchen eigentlich immer
auf die Butterseite fällt
damals hat sie dich gewollt
mehr als alles auf der Welt
chancenlos
das Leben spielt auf Zeit, bis es gewinnt
grad’ wenn du brüllst und schreist, stellt es sich blind
so viele Dinge bekommt man erst dann
wenn man sie nicht mehr gebrauchen kann
das Schicksal lacht dich aus, voll Ironie
es zieht dich rein und raus, spielt Lotterie
ein dummer Teenagertraum, jetzt wird er wahr
warum erst jetzt, und nicht als sie sechzehn war?
geschminkt am Freitagabend
allein bei sich zuhaus
erfundene Begleiter
rufen an und führ’n sie aus
eine, die den ersten Kuß
mit ihrem Kissen üben muß
chancenlos
du sagst, du kannst dich nicht erinnern
hast sie damals überseh’n
zwischen all den reichen Kindern
und den Schönheitsköniginnen
damals hat sie dich geliebt
mehr als alles, was es gibt
chancenlos
das Leben spielt auf Zeit, bis es gewinnt...
Musik: Matthias Haß, Maren Stiebert
Text: Frank Ramond
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4. Gedacht ich sage Nein
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Text
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du hast gedacht, ich sage nein
jetzt bist du durch mit dein´m Latein
du warst getrimmt auf hart am Wind
jetzt fehlt dem Stier das rote Tuch
er wird farbenblind, völlig farbenblind
du hast gedacht, das geht schon gut
es wird kein Feuer aus der Glut
jetzt steckt er schmerzhaft dir im Hals
der Erfolg deiner Balz
du hast gedacht, es bleibt ein Spiel
pikantes Werben ohne Ziel
du hast gehofft ich sag’ "bon soir"
denn Gegenwehr gibt es nicht her
dein Repertoire, dein Repertoire
es war mein Part, das Wörtchen nein
doch g’rade jetzt fällt es dir nicht ein
du bist genetisch programmiert
auf jeden Fall zu eruier´n
was noch passiert, was gleich passiert
du wolltest einfach nur mal seh’n
wie weit wir beide heut’ noch geh’n
jetzt liegst du da, du arme Sau
und denkst verzweifelt an zu Haus
an Kind und Frau
du hast gedacht, ich sage nein
und gleich läufst du ganz hektisch heim
es rinnt und rinnt das Stundenglas
und dann mußt du ja noch erklär’n
wo du warst, ihr erklär’n, bei wem du warst
du hast gedacht, ich sage nein
du wirst zuhaus improvisier´n
sie wird dich schnell auf ´s Glatteis führ´n
deine Geschichte geht nicht auf
sie sagt ’ne lange Zeit noch nein
da wett’ ich drauf, da wett ich drauf...
du hast gedacht, ich sage nein
Musik: Frank Ramond, Matthias Haß
Text: Frank Ramond
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meine Freundin Eve ist aktiv
denkt immer positiv
kennt kein Stimmungstief
ihr Freund Steve ist sportiv
sie ist porentief
rein und attraktiv
sie ist kreativ, dekorativ
sensitiv, sie lebt intensiv
für die Art wie mich das ankotzt
gibt´s kein Adjektiv
seh’ ich Eve, sag ich: " na, Eve..."
treff’ ich Eve, sag ich: " na, Eve..."
doch bei Eve
geht nie ’was schief
sie ist sehr kommunikativ
überzeugt argumentativ
instinktiv
meistert Eve
spielend den Beruf
und den Alltagsmief
sie ist progressiv, alternativ
innovativ, sehr impulsiv
geschickt und effektiv
ich hasse sie abgrundtief
seh’ ich Eve, sag ich: " na, Eve..."
treff’ ich Eve, sag ich: " na, Eve..."
wär’ ich Eve, hätt’ ich Steve
mein Leben wär’ erfüllt
und nicht so primitiv
wäre, würde, rein fiktiv
was wär’, wenn’s für mich besser lief
vollkommen bin ich leider nur
im Konjunktiv
seh’ ich Eve, macht mich das aggressiv
treff’ ich Eve, wechsle ich die Straßenseite und zwar demonstrativ
Musik: Frank Ramond, Matthias Haß
Text: Frank Ramond, Annett Louisan
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6. Läuft alles perfekt
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Text
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dieser Tag schlägt noch gar keine Wogen
doch irgendwie kennt sie ihn schon
es läuft so´ ne Art Wiederholung
und es handeln die selben Personen
die selben Personen
und alles war irgendwann neulich
die zweisamen Jahre vergeh´n
gegossen in eiserne Treue
es gibt keine Schuld zu gesteh´n
und kein Grund zu geh´n
Ref.
bis aufs Blut ineinander verwoben
und bis auf die Knochen vertraut
zwei Leben wie Feder und Nut
nach Maß aufeinander gebaut
allen Stürmen getrotzt
´n paar Wünsche erfüllt
die Leidenschaft gut in den Alltag gehüllt
jeder Blick sieht gekonnt über Fehler hinweg
läuft alles perfekt nur die Liebe ist weg
dieser Tag begann wie so viele
es stand keine Frage im Raum
ein Kuß und dann geht er zur Arbeit
die Lippen berühren sich kaum
berühren sich kaum
Die Koffer stehn hinten Garten
sie schleicht durch den Keller hinaus
und vorn an der Tür klebt ein Zettel
da steht nur: "ich mußte hier raus
ich mußte hier raus"
bis aufs Blut ineinander verwoben.. / ....
jeder Blick sah gekonnt über Fehler hinweg
lief alles perfekt nur die Liebe war weg
Musik: Matthias Haß
Text: Frank Ramond, Annett Louisan
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7. Wo ist das Problem?
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Text
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ich seh zwei fassungslose augen
eine szene wie im albtraum
und jetzt hängen diese drei worte
wie ein nasser sack im raum
du wolltest grad was sagen
doch jetzt traust du nicht mehr
dein Blick
zeigt weder Leid noch Glück
ist das vielleicht ein Trick
dieser Blick, was verbirgt
sich dahinter
du schweigst
die Art, wie du so schweigst
was das wohl wieder heißt
dass du schweigst, was verschweigst
du schon wieder?
du denkst
ich seh´ doch wie du denkst
an wen denkst du
denkst du vielleicht
dass ich so etwas nicht merke
du schaust
verdächtig harmlos aus
was auch immer es ist oder wer...ich krieg´s raus!
du gähnst
das heißt wohl es ist spät
ist es vielleicht zu spät
viel zu spät, nichts mehr geht
nie mehr wieder
du schläfst!
was träumst du, wenn du schläfst?
wer weiß zu wem du gehst
wenn du schläfst, mit wem schläfst
du schon wieder?
gefragt?
ich hab’ dich nicht gefragt
keine Frage!
denkst du vielleicht
dass ich so etwas nicht merke
du schaust
zu ausgeglichen aus
also pack’ deine Sachen und geh’....es ist aus!
(solo)
du gehst?
wie soll ich das versteh’n?
du kannst doch jetzt nicht geh’n!
wo ist denn das Problem?
Musik: Hardy Kayser
Text: Frank Ramond, Annett Louisan
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8. Er gehörte mal mir
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Text
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er ist nichts besonderes
doch er gehörte mal mir
wir hatten sehr viel Stress
doch er gehörte mal mir
was fällt dir ein was fällt dir ein
er hat geschnarcht im Bett
doch er gehörte mal mir
er macht den Kohl nicht fett
doch er gehörte mal mir
er war den Staub nicht wert
aus dem er sich gemacht hat
und auf sein letztes Wort
gibt es schon Mengenrabatt
er ist nicht schön, kaum zu beschreiben
nicht mal sein Hund kann ihn noch leiden
er hat kein’ Biß ist bettelarm
und chronisch lendenlahm
doch _er _ge _hör _te _mal mir
deswegen nimmst du ihn dir, nur deswegen
er hat´s nicht weit gebracht
doch er gehörte mal mir
er hat viel Dreck gemacht
doch er gehörte mal mir
sein Kopf steht auf "stand by"
sein Lebensmotto heißt : "Freibier"
er ist zum Abschuß frei
für jede Frau außer dir
er ist nicht schön, kaum zu beschreiben...
Musik: Hardy Kayser
Text: Frank Ramond
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ich hab’ da so´n Problem
das kümmert mich extrem
es ziert mich wie ein Tier,
dass ich spazieren führ´
es macht mich int´ressant
die Leute sind gespannt
was ist mit dem Problem?
wie wird es weitergeh´n?
ich brauche mein Problem
um ander’n zu entgeh´n
ich pack´s genüßlich aus
und red’ mich damit raus
ich schildere es farbenreich
und alle rufen gleich
"was macht die Arme bloß durch?!"
geh’ mir weg mit deiner Lösung
sie wär’ der Tod für mein Problem
jetzt laß’ mich weiter d’rüber reden
es ist schließlich mein Problem
und nicht dein Problem
ich spür’ da so ´nen Schmerz
im Kopf und auch im Herz
darüber klag’ ich leis’
wenn ich nicht weiter weiß
ich hüll’ mich in mein Leid
wie in ein langes Kleid
und alle schauen her
"oh je, sie leidet sehr"
ich klage meinen Schmerz
ganz traurig himmelwärts
verweine mein Gesicht
bevor man mich erwischt
wie ich gerade lüg’
und jemanden betrüg’
das ist ein guter Trick
geh’ mir weg mit deiner Lösung...
Musik: Hardy Kayser
Text: Frank Ramond
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es braucht diesen flüchtigen Schmerz
mein rast- und besitzloses Herz
will höllisch vermissen
statt halten zu müssen
es will sein Idol nicht verliern
steig auf dein Denkmal zurück
schenk’ mir kein einzigen Blick
bleib hart
leiste kein Schwur
sonst wärst du ja nur
der den ich hab’
zeig keine Schwäche für mich
behalt’ dein Verlangen für dich
sei still
denn, wenn´s so wär’
dann wärst du nicht mehr
der den ich will...
der den ich will...
mal’ mir kein Herz an die Wand
sonst wirst zum Spatz in der Hand
sei weiter unfassbar
verwirr’ mich, bleib unklar
genau dafür lieb’ ich dich so
steig auf dein Denkmal zurück...
Musik: Matthias Haß, Maren Stiebert
Text: Frank Ramond, Annett Louisan
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vielleicht ist uns´re Liebe nur
´ne Laune der Natur
aus tausend "Dann" und "Wann"
entstanden just for fun
nur ein Gedankenflug
ein knapp verpasster Zug
zwei Würfel, die grad’ fielen
zwei Leben, die so spielen, so spielen
vielleicht war ich für ´n ander’n vorbestimmt
der jetzt durch’s Leben irrt und flennt
mich überall sucht und ich bin hier bei dir
vielleicht ist das auch alles scheißegal
und das Glück gibt´s tausendmal
und endet immer gleich
hmmm, vielleicht
hmmm, vielleicht
wie oft hab’ ich ´nen Weg gewählt
und dabei irgendwen verfehlt
so einen der garantiert
mein Leben optimiert
wär’ ich erfüllt und reich
oder würd’ ich mir vielleicht
in allen and’ren Fäll’n
die gleiche Frage stell´n?
vielleicht
vielleicht war ich für ´n andern vorbestimmt....
Musik: Matthias Haß, Michael Haß
Text: Frank Ramond
schliessen
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12.Widder wider Willen
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Text
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du fragst mich wann bist du gebor´n
du wüßtest gern
was für ein Sternzeichen ich bin
sonst macht das ganze zwischen uns
vielleicht am Ende keinen Sinn
gar keinen Sinn
du willst den Tag und auch die Zeit
ich sag’s dir gern
das war heut’ früh so gegen zehn
ich werde täglich neu gebor´n
um meinem Schicksal zu entgeh´n
ihm zu entgeh´n, auf wiederseh´n
ich definier’ in mir das Tier
fast täglich neu
ich bin ein Schmetterling im Bauch
der keinen Hauch zum Fliegen braucht
und werd’ zum Igel, wenn man klammert mit der Hand
ich hab ’ne Maus im dritten Haus
kenn’ mich mit jedem Käse aus
und geh’ gezielt und arrogant durch jede Wand
ich bin ein Kreiszeichen-Kamel
und daraus mach ich keinen Hehl
ich leb’ von meinem Aszendent’ leider getrennt
völlig getrennt, vom Aszendent
leider getrennt
dein Blick ist kühl und voller Mitleid
als du sagst:
"ach du scheiße ´n Widder" und wortlos gehst
ich seh’ dir nach und denke, hmm
endlich ein Mensch, der mich versteht
der mich versteht
und sofort geht
ist mir egal
ich bin astral
völlig neutral
ich bin als Esel ziemlich stur
geh’ meine eig’nen Wege nur
und werd’ zur Schlange wenn man zu lange an mir zieht
hab’ auf dem Mond kein Biotop
und lese nie ein Horoskop
weil mein Planet sich leider nicht um Sterne dreht
wenn diese Zeichen dir nicht reichen
deine Aspekte abzugleichen
dann glaub’ ich auch, dass ich mit dir nicht funktionier’
dann glaub’ ich auch, dass ich mit dir nicht funktionier’
Musik: Hardy Kayser
Text: Frank Ramond
schliessen
ich kann mich nicht für Schuhe interessier’n
ich will nichts anprobier’n
hab’ keine Lust mich zu verkleiden
die Beziehung, Familie, Haus und Hof
das find’ ich alles doof
da kann ich niemanden beneiden
ich kann nicht spül’n und keinen Haushalt führ’n
kein schlechter Film kann mich zu Tränen rühr’n
aber wie kriege ich die Zeit
bis zu meiner Beerdigung noch ’rum
wie kriege ich die Zeit
bis zu meiner Beerdigung noch ’rum
bin mir für´s meiste viel zu schade
und der Rest ist mir zu dumm
wie kriege ich die Zeit
wie kriege ich die Zeit bloß ’rum
ich mach’ mir nichts aus Smalltalk im Büro
ich fühl’ mich sowieso
in keinem Vorzimmer zu Hause
für das hehre, große Quoten-Frauen-Ziel
bin ich zu infantil
und dafür sprech’ ich viel zu leise
kein reicher Mann macht mich so richtig an
das ginge auch nicht gut, weil ich nicht lügen kann
aber wie kriege ich die Zeit...
Musik: Hardy Kayser
Text: Frank Ramond, Annett Louisan
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15. Was hast du vor?
du warst so gut zu mir
den ganzen Tag
er steht schon da, der Wein
der, den ich so mag
es flutet den Raum
ein Licht aus Bourbon und Jazz
dein Blick sagt komm
vergiß den Streß
diesen ganzen Streß
sag, was hast du vor?
was hast du vor?
(solo)
du warst so gut zu mir…
Musik: Hardy Kayser
Text: Frank Ramond
schliessen
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14.Ausgesprochen unausgesprochen
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Text
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du fragst: "was ist?" ich sage: "nichts"
und ziehe weiter mein Gesicht
du sagst: "dann ist ja alles gut"
ich krieg’ die Wut, mir kocht das Blut
hast du den Aufschrei nicht gehört
den meine Körpersprache röhrt
den tiefen Schmerz zwischen den Zeilen
die schwer auf meiner Zunge weilen
ich bombardier’ dich mit Photonen
die meine Aggressionen betonen
sie interessier’n dich einen Scheiß
diese Millionen von Details
das alles bleibt....
ausgesprochen unausgesprochen
alles bleibt
ausgesprochen unausgesprochen
würd´st du mich wirklich lieben
dann wüßtest du genau
wie ich gerade fühle
und was ich wirklich brauch’
das alles bleibt
ausgesprochen unausgesprochen zwischen uns
hab’ diesen Punkt, der mich berührt
mit viel Mißachtung demonstriert
hab’ überdeutlich "nichts" gesagt
und dir damit mein Leid geklagt
hab’ dich gewarnt, mit keinem Laut
hab’ auf dein Feingefühl gebaut
du mußt doch wissen, wenn ich schweig
dann ist das auch Fingerzeig
jeder sieht doch weit und breit
wie dieser Blick zum Himmel schreit
das hast du alles nicht gehört
bist du denn wahrnehmungsgestört
das alles bleibt ...
ausgesprochen unausgesprochen…
ich bombardier’ dich mit Photonen
die meine Aggressionen betonen
sie interessier’n dich einen Scheiß
diese Millionen von Details
das alles bleibt ...
ausgesprochen unausgesprochen…
Musik: Frank Ramond
Text: Frank Ramond, Annett Louisan
schliessen
du warst so gut zu mir
den ganzen Tag
er steht schon da, der Wein
der, den ich so mag
es flutet den Raum
ein Licht aus Bourbon und Jazz
dein Blick sagt komm
vergiß den Streß
diesen ganzen Streß
sag, was hast du vor?
was hast du vor?
(solo)
du warst so gut zu mir…
Musik: Hardy Kayser
Text: Frank Ramond
schliessen
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16.Fettnäpfchenwetthüpfen
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Text
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wir haben alles gemacht
was unser schlichtes Herz begehrt
wir ha´m gegessen und geredet
und zwei Weinflaschen geleert
diese Runde geht ja gar nicht,
hätten abhauen soll´n
jetzt sind wir voll Emotionen
die nach draußen woll´n
ich glaub, da hilft jetzt nur noch eins
das hier zu beheb´n
komm wir streifen durch die Menge
und benehmen uns daneben
es wird peinlich, na ja klar!
doch wenn es nachlässt, merkst du hinterher, wie schön es war
komm wir geh’n Fettnäpfchenwetthüpfen
gegen den Strich bürsten
das hier wird mir zu steril
ganz ganz tief in den Nesseln
steht mein Lieblingssessel
das schockt, und es kostet nicht viel
guten Abend Frau Kollegin
ich wollt nur mal gratulier’n
sind sie schwanger? sind sie nicht?
ups, na so kann man sich irren!
wer ist denn dieser schräge Typ
der meinen Ausschnitt beäugt
der mir ständig hinterher rennt
ach, das ist ihr Freund
hatten sie nicht ´nen Termin
bei der Schönheitschirurgie
ach, der war schon vor zwei Wochen
ich muss geh’n, verzeih´n Sie
ach wie schön kann es doch sein!
es steh´n so viele Opfer noch bereit, ich lad dich ein!
komm wir geh’n Fettnäpfchenwetthüpfen…
Musik: Frank Ramond, Matthias Haß
Text: Frank Ramond
schliessen
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17.Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt
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Text
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ein rätselhafter Schimmer
ein ''Je ne sais pas quoi''
liegt in den Augen immer
bei einer schönen Frau
doch wenn sich meine Augen
bei einem vis-a-vis
ganz tief in seine saugen
was sprechen sie?
ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt
denn das ist meine Welt
und sonst gar nichts!
das ist, was soll ich machen, meine Natur:
ich kann halt lieben nur
und sonst gar nichts!
Männer umschwirr'n mich wie Motten das Licht
und wenn sie verbrennen, ja, dafür kann ich nichts!
ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt
ich kann halt lieben nur
und sonst gar nichts!
was bebt in meinen Händen
in ihrem heißen Druck?
sie möchten sich verschwenden
sie haben nie genug.
ihr werdet mir verzeihen,
ihr müßt' es halt versteh'n
es lockt mich stets von neuem
ich find' es so schön!
ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt
denn das ist meine Welt
und sonst gar nichts!
das ist, was soll ich machen, meine Natur:
ich kann halt lieben nur
und sonst gar nichts!
Männer umschwirr'n mich wie Motten das Licht
und wenn sie verbrennen, ja, dafür kann ich nichts!
ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt
ich kann halt lieben nur
und sonst gar nichts!
schliessen
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18.Das große Erwachen (Video)
|
Bohème −−>
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